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4. Februar 2026
GDV erwartet wieder magerere Zeiten für Versicherer

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GDV erwartet wieder magerere Zeiten für Versicherer

GDV erwartet wieder magerere Zeiten für Versicherer

Steigende Leistungsausgaben plagen Krankenversicherung

Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung stiegen 2025 um 7,3% auf 54,4 Mrd. Euro. Gleichzeitig kletterten die Leistungsausgaben um 7,1% auf 42,1 Mrd. Euro. Maßgeblich dafür verantwortlich sind der medizinische Fortschritt und die allgemein steigenden Kosten im Gesundheitswesen.

GDV will Beratungspflicht bei Standardprodukt aussetzen

Neben den Zahlen äußerte sich der Branchenverband auch zu Themen, die im laufenden Jahr aus Sicht der Versicherungswirtschaft von Bedeutung sind, allem voran die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge. Kurz vor Weihnachten hat das Bundeskabinett den Referentenentwurf aus dem Finanzministerium verabschiedet. Der GDV begrüße den Gesetzesentwurf „ausdrücklich“ und unterstütze die Reform, betont GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen während des Gesprächs. Nun entscheide aber die Umsetzung, ob daraus eine echte Zusatzrente für eine breite Bevölkerungsschicht wird.

Der GDV hat mehrere Vorschläge: So müsse es ein „wirklich einfaches, online abschließbares Standardprodukt“ geben. Dazu bräuchte es gleiche Regeln für vergleichbare Produkte. Das heißt: Man möchte die gleichen Voraussetzungen wie Banken, Neobroker und Fondsgesellschaften. Dies gelte insbesondere bei der Beratungspflicht im Onlinevertrieb.

Für den Verkauf des Standardprodukts sollte diese ausgesetzt werden und ein execution-only-Ansatz möglich sein, so der Bundesverband. Das sei vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass sich das Kundenverhalten in den letzten Jahren verändert habe: Beratung bleibe – insbesondere abseits von Standardprodukten – wichtig und ein Alleinstellungsmerkmal der Versicherungswirtschaft, aber mit dem Schritt könne man ein „level playing field“ anstreben und so wettbewerbsfähig bleiben, um den Abwärtstrend in der Lebensversicherung wieder umzukehren. Zudem brauche es noch eine Förderung, die für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen einen „echten Unterschied“ mache und den Anbieterwechsel nicht mit doppelten Abschlusskosten bestrafe. (js)

Bild: V.l.n.r.: Jörg Asmussen, Dr. Norbert Rollinger

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