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6. Mai 2026
Gender-Gap in der Baufinanzierung

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Gender-Gap in der Baufinanzierung

Gender-Gap in der Baufinanzierung

Bei Finanz- und Immobilienthemen gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Laut einer Studie des Kreditvermittlers Dr. Klein kaufen Männer eine Immobilie häufiger allein als Frauen. Und was die Baufinanzierung angeht, nennen Frauen deutlich mehr Unsicherheiten als Männer.

Frauen legen in finanziellen Angelegenheiten ein deutlich geringeres Selbstbewusstsein an den Tag als Männer. So zeigt eine Umfrage des Kreditvermittlers Dr. Klein, dass nur 21% der weiblichen Befragten von sich sagen, sich gut in finanzielle Themen auszukennen. Bei den männlichen Teilnehmern sind es 44%. Auch in Sachen Entschlussfähigkeit lassen sich Unterschiede feststellen: Während sich zwei Drittel der Männer sicher fühlen, monetäre Entscheidungen zu treffen, trifft dies nur bei knapp der Hälfte der Frauen zu. Vor diesem Hintergrund verwundert es laut Dr. Klein auch kaum, dass 70% der männlichen Befragten angeben, hauptverantwortlich für Finanzentscheidungen im Haushalt zu sein – bei den Teilnehmerinnen sind es nur 51%.

Immobilienkauf: 29% der Frauen kaufen allein

Beim Erwerb eines Eigenheims geben sich Männer weniger zögerlich als Frauen. So entscheiden sich Männer deutlich häufiger, den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung allein zu realisieren (41%), als Frauen (29%). Diese wiederum gingen den Schritt häufiger gleichberechtigt mit Partner oder Partnerin an (66 vs. 57% der Männer). „In meiner täglichen Beratung erlebe ich, dass eher Männer eine Immobilie allein kaufen als Frauen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Männer verdienen im Durchschnitt oft mehr und über die Jahre hinweg kontinuierlicher. Das führt häufig zu mehr Eigenkapital, das sie dann in die Finanzierung einbringen können. All das zusammen verbessert die finanziellen Voraussetzungen der Männer für einen Immobilienkauf. Frauen hingegen arbeiten aus familiären Gründen nicht selten viele Jahre in Teilzeit, verdienen somit deutlich weniger“, erklärt Andrea Burgstaller, Spezialistin für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Dachau. Zudem sei es der Expertin zufolge oft auch eine Mentalitätsfrage. Frauen seien in Sachen Eigentumserwerb häufiger Teamplayer als Männer.

Höhere Unsicherheit bei Frauen in puncto Baufinanzierung

Schon vor dem Immobilienkauf zeigt sich ein deutlicher Gender-Gap: Frauen fühlen sich häufiger unsicher als Männer – sowohl beim eigenen Wissen rund um den Erwerb (42% vs. 31%) als auch mit Blick auf mögliche finanzielle Überforderung (61% vs. 53%). Zudem empfinden die weiblichen Umfrageteilnehmer die Komplexität der Baufinanzierung stärker: 41% halten Themen wie Zinsen und Tilgung für besonders knifflig, bei Männern sind es nur 28%.

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