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Geschlossene Fonds: Starke Alternative statt Teufelszeug
14. Februar 2020

Geschlossene Fonds: Starke Alternative statt Teufelszeug

Geschlossene Fonds haben in den letzten drei Jahrzehnten eine ereignisreiche Entwicklung hingelegt. Heute ist der alternative Investmentfonds (AIF) alles andere als ein Teufelszeug, sondern hat seine Position sogar gefestigt. Es lohnt sich für Vermittler und ihre Kunden daher, sich mehr mit der Anlageform zu beschäftigen.

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Geschlossene Fonds haben in den letzten drei Jahrzehnten eine ereignisreiche Entwicklung hingelegt. Heute ist der alternative Investmentfonds (AIF) alles andere als ein Teufelszeug, sondern hat seine Position sogar gefestigt. Es lohnt sich für Vermittler und ihre Kunden daher, sich mehr mit der Anlageform zu beschäftigen.


Geschlossene Fonds: Starke Alternative statt Teufelszeug
Kein an sich falsches Produkt

Natürlich erleidet kein Investor gerne einen Verlust, geschweige denn einen Totalverlust, aber im Zweifel darf der Verlust des eingesetzten Kapitals den Investor nicht existenziell erschüttern. Die grundsätzliche Einschätzung zu alternativen Investmentvermögen hat sich in 27 Jahren in der Branche aber nicht geändert. Auch früher gab es Fondsanbieter, die in der Lage waren, gute Konzepte auf den Markt zu bringen, und die handwerklich saubere Arbeit geleistet haben. Die Beteiligungsform an sich ist nach wie vor eine geeignete. Sie ist geeignet für Kunden, die ein Grundverständnis von Unternehmertum entwickeln können und auf der Suche nach Alternativen zu den klassischen Investments sind, die allgemein den Kunden in einer Beratung angeboten werden. Das Produkt ist nicht falsch, aber es muss heute wie damals genau hingeschaut werden.

KAGB schafft hohes Maß an Regulierung

Mittlerweile darf gesagt werden, dass diese Investitionsmöglichkeit durch das KAGB ein sehr hohes Maß an Regulierung erfahren hat und die KVGs durch beispielsweise Risikomanagement und Liquiditätsmanagement und viele andere Punkte ein hohes Maß an professionellem Umgang und Führen dieser Assets erlangt haben und umsetzen.

Der Vertrieb muss ebenfalls eine Mindestqualifikation durch eine abzulegende IHK-Prüfung nachweisen und sich entsprechenden Informations- und Aufklärungspflichten unterwerfen. Aber kann Regulierung alle Risiken aus einer Investition herausnehmen? Natürlich nicht. Marktrisiken kann man nicht eleminieren. Und selbst sogenannte Garantieprodukte haben Risiken. Sie können freilich in keiner Form mit dem geschlossenen Fonds verglichen werden. Das wäre ein Vergleich von Äpfeln und Birnen. Aber selbst Garantieprodukte unterliegen bereits gewissen Marktrisiken. Neben den Marktchancen, die man als Kunde einkaufen möchte, ist auch die Qualität der KVGs ein entschei­dender Faktor für den Erfolg eines solchen Investments. Gleiches gilt für das damit verbundene Asset-Management. Aber auch diese werden in extremen Krisenzeiten das Risiko alleine nicht auffangen können.


Susanne Maack Susanne Maack



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