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14. Juli 2026
Höhere Bauzinsen können Anschlussfinanzierung verteuern

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Höhere Bauzinsen können Anschlussfinanzierung verteuern

Höhere Bauzinsen können Anschlussfinanzierung verteuern

Wer 2016 eine Finanzierung mit niedriger Tilgungsrate abgeschlossen hat, muss jetzt infolge der gestiegenen Bauzinsen bei der Anschlussfinanzierung deutlich höhere Raten einplanen. Zugleich ist auch der Immobilienwert in Landkreisen und kreisfreien Städten gestiegen, wie eine Analyse von ImmoScout24 zeigt.

Im Jahr 2026 lagen die Finanzierungszinsen für Immobilienkredite mit zehnjähriger Zinsbindung bei etwa 1,4%. Bei Darlehen, bei denen die Zinsbindung jetzt ausläuft, müssen Immobilienkäufer die übrige Restschuld zu den aktuellen Konditionen weiterfinanzieren. Der aktuelle Sollzins liegt heute jedoch deutlich höher. Entscheidend für die Anschlussfinanzierung ist aber nicht nur der neue Zinssatz und die verbleibende Restschuld, sondern auch der aktuelle Immobilienwert. Und die Immobilienwerte sind in Deutschland gleichzeitig deutlich gestiegen.

Erneute Immobilienbewertung in Erwägung ziehen

„Wer demnächst vor einer Anschlussfinanzierung steht, sollte über eine erneute Immobilienbewertung nachdenken. Denn liegt der Immobilienwert heute deutlich über dem gezahlten Kaufpreis kann das den Beleihungsauslauf verbessern“, erklärt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. „Ein besserer Beleihungsauslauf kann einen Spielraum für bessere Konditionen schaffen. Eine professionelle Beratung hilft, verschiedene Optionen für die Anschlussfinanzierung frühzeitig zu prüfen.“

So hoch könnten Raten für Anschlussfinanzierung jetzt ausfallen

ImmoScou24 hat im Rahmen einer Auswertung ermittelt, wie hoch die monatliche Kreditrate der Anschlussfinanzierung ausfällt, wenn die Kreditsummen von 350.000, 550.000 und 750.000 Euro im Jahr 2016 mit einem Zinssatz von 1,4% finanziert wurden und die Restschuld nun mit einem Zinssatz von 3,9% weiterfinanziert wird.

Bei einem ursprünglichen Darlehen von 350.000 Euro und 1% Tilgungsrate betrug die bisherige Monatsrate 700 Euro. Nach zehn Jahren bleiben in der Modellrechnung rund 312.455 Euro Restschuld. Bei Weiterfinanzierung dieser Restschuld mit 3,9% Sollzins und erneut 1% Tilgungsrate ergibt sich eine Monatsrate von rund 1.276 Euro. Das sind rund 576 Euro mehr pro Monat und somit ein Anstieg der monatlichen Rate von rund 82%.

Höhere Bauzinsen können Anschlussfinanzierung verteuern

Je höher bisherige Tilgung, desto geringer neue Mehrbelastung

Bei höherer anfänglicher Tilgungsrate verbleibt eine niedrigere Restschuld. Somit steigt die monatliche Belastung durch die Anschlussfinanzierung weniger stark: Mit 2% Tilgungsrate erhöht sich die Monatsrate bei einem ursprünglichen Darlehen von 350.000 Euro von rund 992 Euro auf rund 1.352 Euro. Das bedeutet eine Zunahme von 36%. Bei 3% Tilgung legt die monatliche Belastung von rund 1.283 Euro auf rund 1.365 Euro zu – ein Anstieg von nur 6%. Bei höheren Darlehenssummen von 550.000 oder 750.000 Euro bleibt die prozentuale Mehrbelastung laut ImmoScout24-Berechnungen zwar unverändert, in absoluten Beträgen kommt der Anstieg der Monatsrate aber deutlich stärker zum Tragen.

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