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3. Mai 2021
Im Alter hierzulande knapp bei Kasse? Dann lieber auswandern!
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Im Alter hierzulande knapp bei Kasse? Dann lieber auswandern!

Fast 30% der 18- bis 32-Jährigen würden Deutschland lieber verlassen, als später hierzulande mittellos ihren Lebensabend zu verbringen. 65% machen sich zwar Sorgen, als Rentner später arm zu sein, doch nur die Hälfte sorgt fürs Alter vor, wie eine Studie der GfK im Auftrag von Generali Deutschland belegt.

Laut der aktuellen GfK-Studie im Auftrag von Generali Deutschland würden 27,4% der jungen Menschen lieber ins vermeintlich günstigere Ausland ziehen, als im Alter in Deutschland am Rande der Armutsgrenze zu leben. Das Thema Altersarmut bereitet zwei von drei der unter 18- bis 32-Jährigen Sorgen – nicht zuletzt auch wegen der Pandemie. Demnach fürchten 69% der jungen Menschen infolge der Corona-Krise ernsthafte Konsequenzen für ihre finanzielle Zukunft. Fast zwei Drittel verzeichneten erste finanzielle Einbußen. 36,6% geben an, das gesparte Geld bereits nutzen zu müssen, dass eigentlich für die eigene Immobilie oder die Altersvorsorge eingeplant war.

Giovanni Liverani, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland AG, unterstrich bei der Vorstellung der aktuellen GfK-Studie die hohe gesellschaftliche Bedeutung, jungen Menschen so früh wie möglich die Wichtigkeit des komplexen Themas Altersvorsorge näherzubringen und sie zu informieren, zu beraten und Lösungen anzubieten.

Millennials ohne Vertrauen in die Rente

Über zwei Drittel der jungen Menschen fürchten, dass die gesetzliche Rente für ihr Auskommen im Alter nicht ausreichen wird. Bei einigen rührt die Sorge auch daher, dass ihnen das Thema zu komplex ist (19,4%). Sie wissen schlichtweg nicht, wie sie für das Alter vorsorgen sollen. Und 11,2% haben Bedenken, dass auch ihre zusätzlichen privaten Vorsorgemaßnahmen nicht genügen werden. Interessant dabei ist, dass auch junge Menschen mit höherem Einkommen von dieser Angst geplagt werden (63,2%).

Auswandern statt als armer Rentner enden

Aus Mangel an Informationen zum Thema Altersvorsorge und konkreten Angeboten würden 27,4% der Millennials lieber auswandern, statt in Deutschland im Alter womöglich nicht über die Runden zu kommen. 26,6% gehen davon aus, dass sie nicht viel machen können und den Gürtel enger schnallen würden. Mehr als jeder Fünfte hält es für möglich, sich einfach von Angehörigen bzw. dem Lebenspartner unterstützen zu lassen (22,7%) – vor allem Männern spielen mit diesem Gedanken (27,1%). Ein Fünftel hat noch keine Alternative für sich gefunden. Bemerkenswert: Nur einer von 100 der jungen Menschen würde als Rentner einfach weiterarbeiten. (tk)

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