Der Immobilienmarkt auf Sylt zeigt eine ungewöhnliche Entwicklung: Das Angebot an Bestandshäusern ist in den vergangenen Jahren nämlich deutlich gewachsen. Seit dem zweiten Quartal 2022 stieg die Zahl der inserierten Häuser in der Gemeinde Sylt um 514%. Damit liegt die Entwicklung deutlich über dem bundesweiten Anstieg von 110% sowie den Vergleichswerten der Luxusstandorte Starnberg (+185%) und Rottach-Egern (+174%). Die Zahlen präsentierte jüngst der Online-Marktplatz ImmoScout24.
„Kaufinteressierte finden auf Sylt heute deutlich mehr Auswahl als noch vor wenigen Jahren. Für diese Entwicklung kommen mehrere Faktoren infrage – von den veränderten Marktbedingungen bis hin zu den regulatorischen Rahmenbedingungen für Ferienimmobilien auf der Insel“, sagt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24.
Diese Entwicklung zeigt sich auch in der Inserierungsaktivität. Im Durchschnitt des zweiten Quartals 2026 wurden in der Gemeinde Sylt 13-mal mehr Häuser inseriert wie in einer durchschnittlichen deutschen Gemeinde. In Starnberg sind es doppelt so viele, in Rottach-Egern weniger. Bereits im zweiten Quartal 2022 lag die Gemeinde Sylt mit dem rund Fünffachen des Bundesdurchschnitts deutlich vor den Vergleichsgemeinden. Seither hat sich dieser Abstand weiter vergrößert, so die Analyse von ImmoScout24.
Preiskorrektur fällt ähnlich aus wie in anderen Luxusmärkten
Schnäppchen gebe es für potenzielle Käufer auf Sylt dennoch nicht. Nach der Korrektur hätten sich die Angebotspreise auf hohem Niveau stabilisiert, analysiert Crockford weiter. Die Angebotspreise für Häuser auf Sylt sind seit ihrem Höchststand im zweiten Quartal 2022 um 12% gesunken. Damit bewegt sich die Entwicklung auf einem ähnlichen Niveau wie in Starnberg (-14%) und Rottach-Egern (-11%). Deutschlandweit gingen die Angebotspreise im gleichen Zeitraum lediglich um 2% zurück.
Im zweiten Quartal 2026 lag der durchschnittliche Angebotspreis für Bestandshäuser auf Sylt bei 12.329 Euro pro Quadratmeter und damit leicht über dem Vorjahresniveau. (as)
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