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Immer weniger Bundesbürger im Erwerbsalter, immer mehr Senioren
01. Juli 2019

Immer weniger Bundesbürger im Erwerbsalter, immer mehr Senioren

Die Alterung der Bevölkerung in Deutschland wird sich weiter fortsetzen. Während durch den Altersaufbau die Zahl der Senioren steigt, wird es weniger Menschen im Erwerbsalter geben. Laut Statistischem Bundesamt schrumpft die Bevölkerung im Erwerbsalter bis 2035 voraussichtlich um 4 bis 6 Millionen.


Die Alterung der Bevölkerung in Deutschland wird sich weiter fortsetzen. Während durch den Altersaufbau die Zahl der Senioren steigt, wird es weniger Menschen im Erwerbsalter geben. Laut Statistischem Bundesamt schrumpft die Bevölkerung im Erwerbsalter bis 2035 voraussichtlich um 4 bis 6 Millionen.


Immer weniger Bundesbürger im Erwerbsalter, immer mehr Senioren

Trotz hoher Nettozuwanderung und gestiegener Geburtenzahlen wird die Alterung der Bevölkerung in Deutschland weiter voranschreiten. In den kommenden 20 Jahren wird ein Anstieg der Seniorenzahl sowie demgegenüber ein Rückgang der Menschen im Erwerbsalter prognostiziert. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage der 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung mit. Die neuen Daten zeigen, dass sich dieser Trend trotz einer relativ weit gefassten Spannweite der Annahmen zur künftigen Entwicklung der demografischen Einflussfaktoren wie Geburtenhäufigkeit, Lebenserwartung und Nettozuwanderung nicht aufhalten lässt.

Bevölkerung im Erwerbsalter sinkt bis 2035 um 4 bis 6 Millionen

Statistischen Daten zufolge waren im Jahr 2018 in Deutschland 51,8 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 66 Jahren. Bis zum Jahr 2035 geht das Statistische Bundesamt davon aus, dass die erwerbsfähige Bevölkerung um rund 4 bis 6 Millionen auf 45,8 bis 47,4 Millionen schrumpfen wird. Nach einer anschließenden Stabilisierung wird sie sich dann bis zum Jahr 2060 je nach der Höhe der Nettozuwanderung auf 40 bis 46 Millionen verringern. Ohne Nettozuwanderung würde die Bevölkerung im Erwerbsalter schon bis 2035 um rund 9 Millionen sinken.

Altersgruppen über 67 nehmen weiter zu

Bereits zwischen 1990 und 2018 wuchs die Zahl der über 67-Jährigen um 54 % von 10,4 Millionen auf 15,9 Millionen. Sie wird bis 2039 um weitere 5 bis 6 Millionen auf mindestens 21 Millionen ansteigen. Laut Vorausberechnung dürfte die Zahl anschließend bis zum Jahr 2060 relativ stabil bleiben. Die Zahl der über 80-Jährigen wird von 5,4 Millionen im Jahr 2018 bereits bis 2022 auf 6,2 Millionen anwachsen und dieses Niveau bis Anfang der 2030-er-Jahre halten. In den folgenden 20 Jahren prognostiziert das Statische Bundesamt eine stetige Zunahme und im Jahr 2050 könnte die Alterstruppe ab 80 Jahren je nach angenommener Entwicklung der Lebenserwartung auf 8,9 bis 10,5 Millionen klettern.

Gesamtbevölkerung schrumpft spätestens ab 2040

Bei der Bevölkerungszahl insgesamt ergibt sich im Gegensatz zur Bevölkerung im Erwerbs- und Seniorenalter eine größere Spannbreite möglicher Entwicklungen. Je nach angenommener Geburtenhäufigkeit, Lebenserwartung und Nettozuwanderung wird die Anzahl der Menschen hierzulande von 83 Millionen im Jahr 2018 mindestens bis zum Jahr 2024 zunehmen. Ab spätestens 2040 wird ein Rückgang prognostiziert und die Bevölkerung im Jahr 2060 voraussichtlich zwischen 74 und 83 Millionen umfassen.

Noch stärkere regionale Unterschiede

Bis zum Jahr 2060 wird die Bevölkerungszahl bei einer moderaten Entwicklung von Geburtenhäufigkeit, Lebenserwartung und Nettozuwanderung wird die Bevölkerungszahl in den westdeutschen Flächenländern um 4% und in den ostdeutschen Flächenländern um 18% sinken. Ein Wachstum wird für die Stadtstaaten erwartet, und zwar von 10%. Die Bevölkerung im Erwerbsalter zwischen 20 und 66 wird sich – im Unterschied zur Bevölkerungszahl insgesamt – in allen Bundesländern verringern. Zwischen 2018 und 2060 wird unter den gleichen Voraussetzungen die Zahl der erwerbsfähigen Personen in den westdeutschen Flächenländern um 16%, in den ostdeutschen Flächenländern um 30% und in den Stadtstaaten um 4% abnehmen. (tk)




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