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12. August 2021
Immer weniger junge Menschen in Deutschland

Immer weniger junge Menschen in Deutschland

Der Anteil der Bundesbürger zwischen 15 und 24 Jahren ist auf einen neuen Tiefststand gesunken. Nach Angaben des Statistische Bundesamts (Destatis) hat die ab Mitte der 1990er-Jahre geborene sogenannte “Generation Z”nur noch einen Anteil von knapp über 10% an der Gesamtbevölkerung.

In Deutschland gibt es immer weniger junge Menschen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Tag der Jugend am 12.08.2021 mitteilt, ist nur jeder zehnte Bundesbürger im Alter von 15 bis 24 Jahren. Ende 2020 waren von den 83,2 Millionen Bundesbürgern 8,4 Millionen zwischen 15 und 24 Jahre alt. Seit Beginn der Statistik im Jahr 1950 zählte diese Altersgruppe noch nie so wenig Menschen – sowohl absolut als auch anteilig an der Gesamtbevölkerung.

Abgesehen vom Jahr 2015 nehmen sowohl die Zahl als auch der Anteil der 15- bis 24-Jährigen seit 2005 stetig ab. Im Jahr 2020 ist der Anteil nun auf einen neuen Tiefststand gesunken. Die ab Mitte der 1990er-Jahre geborenen, mitunter als “Generation Z” bezeichneten Menschen haben nur noch einen Anteil von 10,1% an der Gesamtbevölkerung.

Babyboomer: Höchster Anteil in den 80er-Jahren

Wie das Statistische Bundesamt weiter mittelt, war der Anteil der jungen Menschen mit jeweils 16,7% in den Jahren 1982, 1983 und 1984 am höchsten. So lebten im Jahr 1983 hierzulande 13,1 Millionen 15- bis 24-Jährige, 4,6 Millionen mehr als zuletzt 2020. Für diesen hohen Anteil sorgten die geburtenstarken Jahrgänge – die sogenannten „Babyboomer“, die Anfang der 80er-Jahre im jugendlichen Alter waren.

Brandenburg mit den wenigsten jungen Menschen

Beim Anteil junger Menschen weisen die einzelnen Bundesländer aber durchaus Unterschiede auf. So kommt der Stadtstaat Bremen im Jahr 2020 mit 11,1% auf den höchsten Anteil an 15-bis 24-Jährigen. In Baden-Württemberg betrug ihr Anteil 10,8%, in Niedersachsen sowie in Nordrhein-Westfalen 10,6%. Den niedrigsten Anteil der jungen Menschen verzeichnet Brandenburg mit 7,9%, Sachsen-Anhalt mit 8,1% und Mecklenburg-Vorpommern mit 8,2%.

Deutschland unter EU-weitem Durchschnitt

Im Schnitt aller EU-27-Staaten betrug der Anteil der 15- bis 24-Jährigen etwas höher als hierzulande: Zum Jahresbeginn 2020 lag er laut Eurostat bei 10,6%. Zypern und Irland verzeichnen den höchsten Anteil mit jeweils 12,7%, gefolgt von Dänemark mit 12,5%). Die wenigsten jungen Menschen gemessen an der jeweiligen Gesamtbevölkerung leben in Bulgarien (8,8%), Tschechien (9,0%) und in Lettland (9,1%).

Bild: © anatoliycherkas – stock.adobe.com