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8. Juli 2026
Immobilien: Kaufmarkt befindet sich auf Erholungskurs
Immobilien: Kaufmarkt befindet sich auf Erholungskurs

Immobilien: Kaufmarkt befindet sich auf Erholungskurs

Trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten ist der Immobilienkaufmarkt im zweiten Quartal 2026 stabil geblieben. Dies zeigen Daten des ImmoScout24 WohnBarometer. Stabile Bauzinsen stützen die Nachfrage nach Wohneigentum vor allem in den Metropolen und im ländlichen Raum.

ImmoScout24 hat Ergebnisse des aktuellen WohnBarometer für das zweite Quartal 2026 präsentiert. Demnach hat sich der Kaufmarkt zuletzt positiv entwickelt. So sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen auf Erholungskurs geblieben: Bestandswohnungen weisen den zweithöchsten Jahrespreisanstieg seit der Zinswende auf, die Preise für Neubauwohnungen befinden sich wieder auf dem Niveau von 2022.

„Der Kaufmarkt zeigt im zweiten Quartal eine klare Stabilisierung. Stabile Bauzinsen stützen die Nachfrage, besonders in den Metropolen und im ländlichen Raum. Gleichzeitig wird deutlich: Werthaltigkeit, Lage und der Zustand einer Immobilie bleiben entscheidend für die Kaufentscheidung“, erklärt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24.

Stabile Kaufnachfrage

In den acht größten deutschen Städten hat sich das Suchaufkommen gegenüber dem Vorquartal leicht um 2% erhöht. Im Umland der Metropolen zeigt sich die Nachfrage mit einem leichten Rückgang von 1% nahezu stabil. Das Interesse in kreisfreien Städten weist einen leichten Rückgang um 2% auf. Die größte Dynamik lässt sich erneut im ländlichen Raum beobachten, wo die Nachfrage im Quartalsvergleich um 3% zulegt.

 

Immobilien: Kaufmarkt befindet sich auf Erholungskurs

 

Preise für Bestandswohnungen legen leicht zu

Die Angebotspreise für Bestandswohnungen haben deutschlandweit im zweiten Quartal 2026 um 1,0% zugelegt auf 2.645 Euro pro Quadratmeter. Im Jahresvergleich beträgt die Zunahme 3,9%, das ist der zweithöchste Jahresanstieg seit der Zinswende 2022. Damit bewegen sich die Angebotspreise nur noch 4,0% unter der bisherigen Höchstmarke aus dem ersten Quartal 2022.

Unter den acht deutschen Metropolen gab es in Hamburg (+0,9%) und in München (+0,7%) die stärksten Preiszuwächse innerhalb eines Quartals. Mit 5.400 Euro bzw. 8.346 Euro pro Quadratmeter zählen beide Städte bereits zu den teuersten Wohnungsmärkten hierzulande. Deutlich verhaltener war die Entwicklung der Kaufpreise in Berlin und Düsseldorf, wo die Angebotspreise jeweils um 0,3% zugelegt haben. Im Jahresvergleich gab es in Köln mit 5,2% die stärkste Preiszunahme. Dahinter folgen Leipzig mit einem Anstieg um 4,7% und Berlin mit einem Plus von 4,6%. Stuttgart weist mit einem Wachstum von 0,6% die geringste Preisdynamik auf.

Stabile Preisentwicklung bei Neubauwohnungen

Die Angebotspreise für Neubauwohnungen in Deutschland haben im zweiten Quartal 2026 wieder das Preisniveau vor der Zinswende erreicht. Mit 4.168 Euro pro Quadratmeter liegen sie nahezu auf dem Niveau des dritten Quartals 2022. Die Preisentwicklung ist weniger dynamisch als bei den Bestandswohnungen: Gegenüber dem Vorquartal steigen die Preise um 0,7%, im Jahresvergleich um 2,3%.

Die günstigste Metropole Leipzig (5.417 Euro pro Quadratmeter) verzeichnet die stärkste Preisentwicklung innerhalb eines Quartals (+1,2%). Es folgen Frankfurt am Main (+0,9%) und Hamburg (+0,8%). Hier kosten Neubauwohnungen nun über 7.000 Euro pro Quadratmeter. In München fällt der Anstieg mit 0,3% am geringsten aus. Leipzig führt auch im Jahresvergleich die Preisentwicklung mit einem Wachstum von 5,0% an. Hinter der sächsischen Metropole rangieren Hamburg (+4,0%) und Köln (+3,4%) auf den Rängen 2 und 3. Wie auch im Bestand lässt sich in Stuttgart im Jahresvergleich eine verhaltene Preisentwicklung bei Neubauwohnungen feststellen (+1,8%).

 

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Einfamilienhäuser: Bestand entwickelt sich robuster als Neubau

Die Angebotspreise für Einfamilienhäuser im Bestand haben im zweiten Quartal 2026 um 0,3% auf 2.939 Euro pro Quadratmeter zugelegt. Im Jahresvergleich liegt das Plus bei 3,3%. Die Preise für Neubauhäuser haben im Quartalsvergleich mit 0,9% zwar etwas stärker zugelegt und landen bei 3.957 Euro pro Quadratmeter. Im Jahresvergleich fällt die Preisentwicklung laut ImmoScout24 WohnBarometer mit +1,9% jedoch moderater aus als bei Einfamilienhäusern im Bestand.

Unter den Metropolen ergibt sich ein gemischtes Bild: Bei Bestandshäusern beträgt der Anstieg in Hamburg 2,4%, in Leipzig 1,9% und in München 1,7% die stärkste Jahrespreisdynamik auf. Bei Neubauhäusern verzeichnet Berlin mit einem Plus von 4,4% den höchsten Anstieg innerhalb eines Jahres, gefolgt von Hamburg mit einem Plus von 2,7%.

Mehr energetisch schwache Einfamilienhäuser auf dem Markt

Wie aus einer Langzeitauswertung von ImmoScout24 hervorgeht, hat der Anteil von Einfamilienhäusern mit den Energieeffizienzklassen G und H am Angebot deutlich zugenommen. In Regionen mit starker Nachfrage hat mittlerweile fast jedes dritte angebotene Einfamilienhaus die beiden niedrigsten Energieeffizienzklassen (32%). Vor zehn Jahren war es noch jedes vierte Einfamilienhaus (25%). In Gegenden mit geringer Nachfrage hat sich der Angebotsanteil energetisch schwacher Häuser im selben Zeitraum von 32 auf 37% erhöht.

Informationen zur Auswertung gibt es im Medienbereich von ImmoScout24. (tik)

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