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3. März 2021
Immobilienverrentung eröffnet Maklern und Vermittlern spannende Optionen

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Immobilienverrentung eröffnet Maklern und Vermittlern spannende Optionen

Win-Win-Win-Situation

Durch die leichten Preisabschläge bei der Verrentung kommen neue Käufer zum Zug, die mit Preisen von teilweise mehr als 10.000 Euro pro Quadratmeter am aktuellen Marktgeschehen oft nicht mehr teilnehmen können. Gerade in Ballungszentren können sich Maklern so neue Käufergruppen erschließen. Eine Win-Win-Win-Situation sozusagen, denn Senioren oder ältere Menschen, die verkaufen und im Objekt wohnen bleiben, erzielen so sehr solide Verkaufswerte und profitieren ebenso wie Käufer und Makler vom anhaltenden Immobilienboom.

So funktioniert Immobilienverrentung

Die Methodik ist einfach. Senioren verkaufen ihre Immobilie – dürfen aber weiter darin leben. So ändert sich nichts an ihrem bekannten Lebensumfeld, wohl aber an ihrer oft angespannten Finanzsituation. Das Nießbrauch-Modell bietet dabei besondere Vorteile, weil es durch die Verankerung in der deutschen Gesetzgebung viel Sicherheit bringt. Diese sieht vor, dass das Nießbrauchrecht im Grundbuch an erster Stelle hinterlegt wird. Dadurch bleibt es bei jedem Weiterverkauf der Immobilie an Dritte bestehen und ist zusätzlich insolvenzsicher. Die Besonderheiten des Nießbrauchrechts bringen so auch für Investoren Vorteile: Dadurch, dass der Wohnwert über die erwartete Wohndauer vom Kaufpreis abgezogen wird, werden selbst hochwertige Immobilien in guten Lagen erschwinglicher.

Verrentung kommt für Senioren immer öfter in Frage

Weil sich Senioren mit Hilfe der Immobilienverrentung auf sichere Weise einen schöneren Lebensabend ermöglichen können, wird das Nießbrauch-Modell immer attraktiver. Wir von der DEGIV gehen davon aus, dass die Nachfrage in 2021 und den kommenden Jahren noch deutlich zunehmen wird. Denn die Menschen werden immer älter. Mit dem Alter steigen zwar nicht die finanziellen Bedürfnisse durch Konsum, aber nach kostenintensiver Pflege oder altersgerechten Umbauten. Finanzielle Mittel mithilfe von Banken zu beschaffen, ist gerade für ältere Kunden durch die seit 2016 aber deutlich rigider gewordene Kreditvergabe seitens der Banken nahezu unmöglich geworden – Stichwort: Wohnimmobilienkreditrichtlinie. Nicht selten müssen die Kinder, die finanziell längst auf eigenen Beinen stehen und finanziell besser abgesichert sind als ihre Eltern, einspringen und helfen. Das ist doppelt paradox, wenn die Senioren eine wertvolle Immobilie besitzen. Das Geld ist theoretisch da, aber praktisch nicht verfügbar.

Vorgezogene Erbschaft durch Immobilienverrentung

Eine mögliche und zunehmend beliebtere Lösung ist hier die vorgezogene Erbschaft durch Immobilienverrentung: Die Eltern verkaufen ihr Haus auf Nießbrauchbasis und geben Ihren Kindern vom Baranteil finanzielle Unterstützung, die diese im jüngeren Alter oft besser gebrauchen können als später im regulären Erbe. Die Summen lassen sich dabei so bemessen, dass sie im Gegensatz zu einer Erbschaft steuerfrei weitergereicht werden können. Gleichzeitig schaffen sie sich selbst Liquidität für Pflege oder Umbauten.

 
Ein Artikel von
Özgün Imren