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8. Mai 2021
Individueller Schutz je nach Betrieb und Branche

Individueller Schutz je nach Betrieb und Branche

Firmen setzen ihre Existenz aufs Spiel, wenn sie sich nicht richtig gegen Schäden im eigenen Betrieb absichern. Doch viele unterschätzen die Gefahr. Jeder Unternehmer sollte eine passende Geschäftsschutzversicherung abschließen. Die ERGO setzt bei ihrem Angebot auf individuell auswählbare Bausteine.

Ein Beitrag von Peter Koßmann Bereichsleiter Makler und Kooperationen Schaden/Unfall bei der ERGO Versicherung AG

Die Werkshalle steht in Flammen, Randalierer brechen in die Kanzlei ein oder das Gesundheitsamt schließt die Restaurantküche: Es ist der Albtraum eines jeden Unternehmers, wenn die eigenen Geschäftsräume zerstört oder geschlossen werden. Denn der finanzielle Schaden kann immens sein. Wer die Geschäfte wegen eines Schadens unterbrechen muss, verliert die laufenden Einnahmen und muss zusätzlich oft hohe Kosten zahlen, um den Betrieb wieder Instand zu setzen. Das kann ein Unternehmer mit eigenen Mitteln kaum stemmen, wenn er nicht gut abgesichert ist. Um seine Existenz nicht aufs Spiel zu setzen, sollte deshalb jedes Unternehmen eine Geschäftsschutzversicherung abschließen, auch bekannt als Betriebsversicherung. Die funktioniert wie eine Hausratversicherung für Privatpersonen. Sie gilt für Maschinen, Möbel und Computer, aber auch für Gebrauchsgegenstände von Mitarbeitern.

Externe Risiken richtig absichern

Je nach Branche und Standort müssen sich die Unternehmen auf unterschiedliche Risi­ken einstellen und sich entsprechend dagegen absichern. Denn einem Restaurant in der Innenstadt drohen andere Gefahren als einer Fabrik am Fluss oder einer Arztpraxis.

Jede klassische Geschäftsschutzversicherung sollte jedoch einige allgemeine Risiken beinhalten. Dazu gehören vor allem natürliche Schadensursachen wie Brände, Blitzeinschläge oder Überschwemmungen. Zudem sollte der Tarif mögliche Schäden durch Diebstahl, Einbruch und Sachbeschädigungen abdecken. Kein Betrieb kann sich einhundertprozentig davor schützen – egal wie gut die eigenen Sicherheitsvorkehrungen sind.

Wie hoch die Gefahr ist, hängt auch vom Standort ab. Bahnhöfe, Einkaufszentren und Fußgängerzonen sind besonders sensible Zonen. Wer dort sein Geschäft betreibt, kann innerhalb von Sekunden von einer Schließung betroffen sein. Das passiert beispielsweise, wenn die Polizei die direkte Umgebung wegen einer Bombenentschärfung oder einer Terrorwarnung sperrt – auch in diesem Fall verlieren Unternehmer über mehrere Stunden ihre Einnahmen. Mit der richtigen Versicherung können sie jedoch ihre Verluste geltend machen, wenn die Sperrung länger als drei Stunden dauert.

Jede Branche braucht eine individuelle Versicherung

Der individuelle Schaden in all diesen Fällen kann je nach Branche unterschiedlich hoch sein. In der Gastronomie kommt es beispielsweise auf Ambiente, Komfort und Service an. Gastwirte investieren deshalb meist viel Geld, um ihre Räumlichkeiten einzurichten und auszustatten. Umso größer ist demnach auch ihr Schaden, wenn das Restaurant ausbrennt oder Randalierer die Inneneinrichtung zerstören. Für Gastronomen bieten Versicherungen deshalb Branchenpakete an. Damit können sich Unternehmer unter anderem pauschal vor Glasschäden, ent­stehenden Betriebskosten oder einer ganzen Betriebsschließung absichern. Das Paket deckt außerdem Nässeschäden ab, die zum Beispiel ein defekter Zapfhahn verursachen kann.

Wer wie in der Gastronomie mit Lebensmitteln arbeitet, sollte zudem auf Hygiene­risiken achten. Das klassische Beispiel sind Salmonellen in der Metzgerei oder der Restaurantküche: Jeden Verdacht auf gefährliche oder ansteckende Krankheitserreger muss der Unternehmer den Behörden melden. Die können anordnen, dass der Betrieb die gesamte Ware und alle Vorräte vernichten muss. Um alles zu desinfizieren, muss das Geschäft zudem meist einen oder mehrere Tage schließen. Dadurch entstehen große Verluste, auch die kann eine passende Versicherung abdecken.

Im Handwerk oder im Heilwesen sind Unternehmer dagegen auf ganz andere spezielle Leistungen angewiesen. Hier sollte die Versicherung große Baumaschinen und Elektronik absichern oder das Röntgengerät in der Arzt­praxis ersetzen können.

Tarife werden flexibler

Mit diesen Spezialpaketen können die Ver­sicherer also individuell auf ihre Kunden eingehen. Aber auch darüber hinaus werden die Angebote immer anpassungsfähiger. Neu im Markt ist beispielsweise die flexible Selbstbeteiligung der Kunden. Bisher konnten sie entweder nur eine feste Selbstbeteiligung zahlen oder ganz darauf verzichten. Nun erhalten sie im Versicherungsfall einen Bonus für schadenfreie Jahre.

Wichtig sind auch die Bestimmungen zur Quotelung. Die sind relevant, wenn der Unternehmer den Schaden grob fahrlässig selbst herbeigeführt hat oder eine Obliegenheit verletzt hat und dadurch der Schaden entstanden ist. Ein Beispiel: Ein gekipptes Fenster ist über Nacht offen geblieben, sodass Diebe eindringen konnten. In so einem Fall könnte die Versicherung die Leistungen kürzen – sie kann aber auch grundsätzlich darauf verzichten und so den Betrieben entgegenkommen. Darauf sollten Unternehmer achten, wenn sie eine Ver­sicherung abschließen.

Vermittlung über digitale Plattformen

Insgesamt werden die Versicherungen auf dem Markt flexibler und individueller. Dabei helfen Plattformen wie Thinksurance, auf denen Versicherer ihre Policen platzieren und Makler ihre Angebote zusammenstellen können. Hier können Anbieter und Vermittler direkt miteinander interagieren und sich aufeinander abstimmen. ERGO hat in der Zusammenarbeit mit Thinksurance gelernt, dass Makler den Schutz für ihre Kunden noch individueller gestalten wollen. Deshalb hat die ERGO Ver­sicherung beispielsweise einige obligatorischen Bausteine in der Geschäftsschutzversicherung in Wahlbausteine abgeändert, damit Kunden eine noch größere, individuelle Auswahl haben.

Auf digitalen Marktplätzen können Makler den gesamten Beratungsprozess abbilden – beginnend bei der Bedarfsermittlung, der Risikoerfassung und dem sofortigen, automatisierten Versicherungsabschluss inklusive Beratungsdokumentation. Es wird also leichter für Makler, Betrieben eine passende Geschäftsschutzversicherung anzubieten. Und die sollte jeder Unternehmer abschließen: Sie ist essenziell, um das Geschäft ausreichend zu schützen und die eigenen Erfolge zu sichern.

Diesen Artikel lesen Sie auch in der AssCompact Sonderedition „Gewerbeversicherung“ und in unserem ePaper.

Bild: © Halfpoint – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Peter Koßmann