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Investieren in einen Versicherungsmakler? Unbedingt!
09. April 2019

Investieren in einen Versicherungsmakler? Unbedingt!

Wenn es um die Frage geht, was denn ein angemessener Preis für den Kauf eines Unternehmens sei, hilft es immer, einmal den Blick über den Tellerrand der eigenen Branche hinaus zu richten und alternative Investitionsmöglichkeiten in anderen Branchen als Vergleich heranzuziehen, macht Andreas W. Grimm deutlich.


Wenn es um die Frage geht, was denn ein angemessener Preis für den Kauf eines Unternehmens sei, hilft es immer, einmal den Blick über den Tellerrand der eigenen Branche hinaus zu richten und alternative Investitionsmöglichkeiten in anderen Branchen als Vergleich heranzuziehen, macht Andreas W. Grimm deutlich.


Investieren in einen Versicherungsmakler? Unbedingt!

Nehmen wir an, wir wollten ein kleines Unternehmen kaufen. Allerdings anstatt eines Versicherungsmaklerunternehmens einen Handwerksbetrieb, ein Softwarehaus oder eine Unternehmensberatung. Müsste man dafür mehr oder weniger bezahlen? Diese Frage hat mich kürzlich in einer Runde mit Unternehmern beschäftigt, bei der es darum ging, welche Investition risikoreicher und rentabler wäre. Ob sich der Kauf eines Versicherungsmaklers überhaupt lohnen würde.

Natürlich kann man einen Versicherungsmakler hinsichtlich des Geschäftsmodells nicht direkt mit einem Installateurbetrieb oder mit einer Strategieberatung vergleichen. Allerdings kann man es sehr wohl auf Basis des Umsatzes und des EBITs (also des Jahresergebnisses vor Zinsen und Steuern) aus Investorensicht.

Mehr als die üblichen Faustformeln der Branche

Wir haben kürzlich eine Unternehmensnachfolge bei einem Maklerunternehmen (Jahrescourtageumsatz knapp 250.000 Euro, EBIT ca. 95.000 Euro) erfolgreich abgeschlossen. Den genauen Kaufpreis muss ich an dieser Stelle zwar verschweigen, aber so viel sei schon verraten: Es war deutlich mehr, als die üblichen Faustformeln der Branche so hergeben. Die Frage ist: Was würde ein solches Unternehmen kosten, wenn es ein kleiner Handwerksbetrieb oder eine Softwarebude wäre? Wie lange bräuchte ein Nachfolger, um den Kaufpreis zu erwirtschaften und eine Finanzierung zurückzubezahlen?

Ermittelt man in einschlägigen Datenquellen wie dem Finance Magazine, zeigt es für ein Softwareunternehmen mit 250.000 Euro Umsatz einen Kaufpreis zwischen 771.000 und 995.000 Euro, bei einem Handwerksunternehmen dagegen nur 540.000 bis 715.000 Euro. Beeindruckend dagegen ist da der Preis für ein Pharmaunternehmen, denn das würde stolze 805.000 bis 1.030.000 Euro kosten!

Ein Handwerker bräuchte also gute zehn Jahre, um aus dem versteuerten Jahresergebnis den Kaufpreis für sein neu erworbenes Unternehmen zu erwirtschaften, ein Softwareentwickler ungefähr 15 und ein Pharmazeut sogar 16 bis 20 Jahre. Allerdings nur dann, wenn die Geschäftszahlen wirklich stabil bleiben und die Kosten und Steuern nicht übermäßig steigen.

Traumhafte Renditen bei Maklerunternehmen

Denken Sie also daran, wenn Sie das nächste Mal einen Versicherungsmakler kaufen wollen und nicht sicher sind, ob der Preis angemessen ist: Wäre es ein Handwerksbetrieb, wäre er wahrscheinlich deutlich teurer, als Software- oder Pharmaunternehmen gar unbezahlbar. Genießen Sie also die traumhaften Renditen, die Sie als Investor in Versicherungsmaklerunternehmen erzielen können. Da ist immer mal wieder ein Schnäppchen drin, weil viele Verkäufer nicht ahnen, was ihr Unternehmen tatsächlich wert sein könnte.

Über den Bestandsmarktplatz

Der Bestandsmarktplatz ist eine gemeinsame Initiative von AssCompact und dem Resultate Institut. Resultate-Gründer Andreas Grimm beleuchtet an dieser Stelle regelmäßig Aspekte zur Nachfolgeplanung.

Den Text lesen Sie auch in AssCompact 04/2019, Seite 120 und in unserem ePaper.


Andreas W. Grimm Andreas W. Grimm



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