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Kaum noch Unterschiede bei Lebenserwartung in Ost und West
02. Oktober 2017

Kaum noch Unterschiede bei Lebenserwartung in Ost und West

Seit der Wiedervereinigung hat sich die Lebenserwartung in den neuen und alten Bundesländern fast angeglichen. Nach 1995 geborene Kinder haben in Ost und West die gleiche Lebenserwartung, nur bei Männern ab 40 zeigt sich noch eine größere Lücke.


Seit der Wiedervereinigung hat sich die Lebenserwartung in den neuen und alten Bundesländern fast angeglichen. Nach 1995 geborene Kinder haben in Ost und West die gleiche Lebenserwartung, nur bei Männern ab 40 zeigt sich noch eine größere Lücke.


Kaum noch Unterschiede bei Lebenserwartung in Ost und West

Nach 1995 geborene Kinder weisen derzeit in Ost- und Westdeutschland die gleiche Lebenserwartung auf. Anhand aktueller Trends gehen Experten davon aus, dass beispielsweise Mädchen des Jahrgangs 1996 jeweils durchschnittlich 91,2 Jahre und die Jungen 86,2 Jahre alt werden können. Dies geht aus neuen Berechnungen des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) hervor, die auf Prognosen basieren, die von den Vereinten Nationen für die Initiative „7 Jahre länger“ erstellt wurden. „Die deutlichen Unterschiede der Vergangenheit zwischen Ost und West sind fast verschwunden“, sagt Sebastian Klüsener, Projektleiter am MPIDR.

Unterschiede nur noch bei Älteren

Je jünger die Menschen sind, desto geringer sind die Unterschiede bei der Lebenserwartung zwischen Ost und West und desto höher fällt die Lebenserwartung insgesamt aus. Berechnungen des MPIDR zufolge leben Frauen ab 20 im Osten im Schnitt etwa einen Monat weniger als im Westen. Bei den Männern zwischen 20 und 45 Jahren beträgt die Differenz der Lebenserwartung durchschnittlich 2,5 Monate. Deutliche Abweichungen zeigen sich heute nur noch bei den höheren Jahrgängen. So beträgt die Lebenserwartung von Männern zwischen 45 und 65 Jahren im Osten bis zu elf Monate weniger als im Westen. „Diese Geburtsjahrgänge wurden durch die Umbrüche im Osten nach 1989 vor besonders große Herausforderungen gestellt“, erklärt Klüsener. „Viele hatten noch zu DDR-Zeiten ihre Ausbildung abgeschlossen und mussten sich unter ungünstigen Wirtschaftsbedingungen neu orientieren. Das hat sich insbesondere auf das Sterblichkeitsrisiko von Männern ausgewirkt.“

Beim Jahrgang 2015 liegt der Osten vorn

Für den letzten analysierten Geburtsjahrgang 2015 ergibt sich den Prognosen des MPIDR zufolge sogar ein kleiner Vorsprung in der Lebenserwartung im Osten. Klüsener mahnt zur Vorsicht, diese Zahlen übermäßig zu deuten: „Wir sehen auch heute noch Ost-West-Unterschiede etwa beim Rauchverhalten, die auch zukünftige Entwicklungen beeinflussen können. Dies sollte aber nicht mehr zu derart großen Lücken zwischen Ost- und Westdeutschland führen, wie sie Ende der 1980er Jahre existierten.“ Im Wendejahr 1990 war die Lebenserwartung von Frauen im Osten im Schnitt noch 2,7 Jahre niedriger als von Frauen im Westen. Bei den Männern waren es sogar 3,4 Jahre. (tk)




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