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29. Januar 2026
Kfz-Prämien für E-Autos bis 44% teurer als für Verbrenner
Kfz-Prämien für E-Autos bis 44% teurer als für Verbrenner

Kfz-Prämien für E-Autos bis 44% teurer als für Verbrenner

Kfz-Versicherungsbeiträge für E-Autos sind aktuell oftmals teurer als für Verbrenner. Laut Berechnungen des Vergleichsportals Verivox sind die Beiträge in der Vollkasko für E-Autos unter sonst gleichen Bedingungen bis zu 44% höher als derselbe Tarif für Modelle mit Verbrennungsmotor.

Ein Elektroauto zu versichern ist nicht mehr pauschal günstiger als einen Verbrenner. Das zeigen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox. So sind aktuell etwa die Hälfte der Vollkaskotarife für Elektroautos teurer als bei vergleichbaren Verbrennern.

„Versicherer haben E-Autos lange Zeit per se günstiger bepreist als Benziner“, so Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. „Zum einen lagen nicht ausreichend Schadensdaten vor und zum anderen wollen Versicherer sich auf einem jungen Wachstumsmarkt positionieren. Doch die Zeit der pauschalen Vorschusslorbeeren für E-Autos sind vorbei.“

Fast jeder zweite Tarif für Stromer teurer

Laut Verivox liegen die Versicherungsbeiträge für Stromer unter sonst gleichen Bedingungen bis zu 44% höher als derselbe Tarif für das Pendant mit Verbrennungsmotor. Die Auswertung umfasst mehr als 400 Tarife von rund 70 Versicherern, so Verivox. Zum Beispiel: Die Beiträge für einen BMW X3 mit Elektroantrieb sind bis zu 44% teurer als für das gleiche Modell mit Verbrennungsmotor, obwohl beide in denselben Typklassen liegen. Von den Tarifen, die der Modellfahrer (45-jährigen Berliner mit einer jährlichen Fahrleistung von 12.000 km, SFK 15) währen kann, sind knapp die Hälfte (49%) teurer für das E-Fahrzeug. 32% der Tarife sind günstiger, bei 19% der Tarife sind die Kosten für beide Antriebsarten gleich.

Schäden bei E-Autos of teurer als bei Verbrennern

Langzeitdaten zeigen, dass Elektroautos zwar seltener Schäden verursachen als Verbrenner – wenn es zu einem Schaden kommt, ist dieser jedoch oft teurer. Trotzdem locken manche Versicherer mit günstigen Preisen für E-Auto-Fahrer, um ihren Kundenstamm in diesem Segment zu erweitern. Ein gründlicher Vergleich lohnt sich für E-Auto-Fahrer, rät Ziller. „Neben dem Preis sollten sie auch darauf achten, dass wichtige Leistungen enthalten sind – insbesondere zum Schutz des teuren Akkus. Hier unterscheiden sich die Tarife noch stark.“

Schwenk zu E-Mobilität geht nur langsam voran

Der Schwenk zur E-Mobilität nimmt in Deutschland zwar Fahrt auf, im Vergleich zu anderen Ländern allerdings nur langsam. Laut Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts wurden im Jahr 2025 etwas mehr als 545.000 E-Autos neu zugelassen, das entspricht etwa jedem fünften neu zugelassenen Pkw. Im laufenden Jahr wird der Kauf von E-Autos wieder gefördert, je nach Einkommen wird die Entscheidung für ein E-Auto mit bis zu 6.000 Euro gefördert. (js)

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