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17. August 2026
Lebensversicherung im Wettbewerb: Diese Veränderungen erwarten Makler

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Lebensversicherung im Wettbewerb: Diese Veränderungen erwarten Makler

Lebensversicherung im Wettbewerb: Diese Veränderungen erwarten Makler

Die Lebensversicherung steht mal wieder vor einem Wendepunkt: Was erwarten also Versicherungsmakler von den Produkten der Zukunft? Eine aktuelle Studie zeigt, welche Stellschrauben aus Maklersicht entscheidend sind. Im Fokus: Kosten, Flexibilität, Rendite und digitale Informationen.

„Hat die Lebensversicherung eine Zukunft?“ Kaum eine Frage wurde in der Versicherungsbranche so häufig gestellt und selten erscheint sie so aktuell wie heute. Mit dem kommenden Altersvorsorgedepot und den damit verbundenen Veränderungen im Vorsorgemarkt erhält die Diskussion neue Dynamik. Erneut stellt sich also die Frage, wie sich die Lebensversicherung weiterentwickeln muss, um auch künftig für Kunden attraktiv und relevant zu bleiben. Besonders aufschlussreich ist dabei die Perspektive derjenigen, die nahezu täglich mit Kunden über Altersvorsorge sprechen: die Versicherungsmakler.

Die Studie „AssCompact TRENDS II/2026“ hat deshalb nachgefragt, welche Veränderungen bei den Produktangeboten aus Sicht der Versicherungsmakler notwendig wären, damit die Lebensversicherung auch künftig ein wichtiger Baustein der privaten Altersvorsorge bleibt. Die Ergebnisse zeigen: Es gibt nicht den einen entscheidenden Hebel. Vielmehr erwarten Makler ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren – von niedrigeren Kosten über mehr Flexibilität bis hin zu digitalen Zugängen.

Kosten bleiben der größte Kritikpunkt

Der größte Handlungsbedarf besteht aus Sicht der Versicherungsmakler bei den Kosten. 34% der befragten Makler wünschen sich niedrigere Kosten. Damit ist dieser Punkt der am häufigsten genannte Veränderungswunsch.

Das Ergebnis überrascht wenig. In der Beratung steht die Lebensversicherung heute häufig im Wettbewerb mit kostengünstigeren ETF-Sparplänen. Während früher vor allem die lebenslange Absicherung, steuerliche Vorteile oder die Kombination aus Sparen und Risikoschutz als zentrale Argumente galten, hat sich die Diskussion zunehmend auf die Kosten verlagert. Für Makler wird es dadurch schwieriger, die Vorteile der Lebensversicherung gegenüber den vermeintlich einfachen und renditeorientierten Kapitalmarktprodukten zu vermitteln.

Die öffentliche Debatte der vergangenen Jahre hat diesen Fokus zusätzlich verstärkt. Die Frage nach Kosten und Rendite steht häufig im Mittelpunkt, während langfristige Sicherungsaspekte wie lebenslange Rentenzahlungen oder steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten weniger Aufmerksamkeit erhalten.

Mehr Flexibilität und digitale Möglichkeiten gefragt

Neben den Kosten sehen die Makler vor allem bei der Flexibilität der Produkte Verbesserungspotenzial. 27% der Befragten wünschen sich mehr Möglichkeiten bei der Vertragsgestaltung. Das betrifft beispielsweise die Höhe und Gestaltung der Beiträge oder den späteren oder zwischenzeitlichen Abruf von Kapital.

Auch die Anforderungen an digitale Services steigen. 13% der Vermittler nennen eine stärkere Digitalisierung mit besserem Zugang zu den Vertragsinformationen als wichtigen Punkt. Einzelne Rückmeldungen aus der Studie verdeutlichen, in welche Richtung die Erwartungen gehen: Kunden möchten ihre Verträge jederzeit digital einsehen können, Anpassungen unkompliziert vornehmen und beispielsweise Umschichtungen oder Veränderungen der Anlagestrategie flexibel steuern können.

Gerade jüngere Kunden vergleichen solche Möglichkeiten zunehmend mit den Angeboten von Neobrokern. Eine moderne Altersvorsorge muss aus ihrer Sicht nicht nur sicher und langfristig ausgerichtet sein, sondern auch digital zugänglich und flexibel nutzbar bleiben.

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