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10. Juni 2026
Leistbarkeit von Immobilien: Gefühlte Hürde wird höher

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Leistbarkeit von Immobilien: Gefühlte Hürde wird höher

Leistbarkeit von Immobilien: Gefühlte Hürde wird höher

Budgets für den Immobilienkauf werden größer

Während sich die Wahrnehmung der Leistbarkeit eintrübt und die Unsicherheit wächst, scheinen sich Kaufinteressierte zunehmend an die Marktrealität anzupassen. Das wieder höhere Zinsniveau und die dadurch gestiegenen Finanzierungskosten schlagen sich auch in den kalkulierten Budgets nieder: So ist das durchschnittlich eingeplante Budget für den Erwerb oder Bau einer Immobilie gegenüber dem Vorjahr von rund 348.800 Euro auf nun 383.900 Euro gewachsen.

„Die Ergebnisse unserer Leistbarkeitsstudie zeigen die Auswirkungen der neuen Marktrealität: Die Menschen planen mit höheren Budgets, fühlen sich aber gleichzeitig durch die politische Lage und die Preisentwicklung verunsichert. Gerade in einer solchen Phase macht eine tiefgehende Beratung den Unterschied“, erläutert Utecht.

Eine unsanierte Immobilie? Nein, danke!

Die Umfrageteilnehmer sollten auch Auskunft geben über ihre Präferenzen hinsichtlich des Objekts. Für mehr als die Hälfte der Befragten (52%) ist eine unsanierte Bestandsimmobilie kein Thema. Als Gründe werden vor allem der große Aufwand und unkalkulierbare Kosten angeführt. Sanierte Bestandsimmobilien (90%) und Neubauten (83%) stehen bei den Befragten dagegen deutlich höher im Kurs. „Natürlich bedeutet eine unsanierte Bestandsimmobilie mehr Aufwand, aber dieser Aufwand kann sich lohnen“, so Utecht. „Wir sehen gerade bei Immobilien mit einer niedrigeren Energieeffizienz einen größeren Verhandlungsspielraum beim Kaufpreis. Es kann sich also lohnen, die anstehenden Modernisierungskosten im Vorfeld genau durchzurechnen und sie anschließend in das Angebot an den Verkäufer einfließen zu lassen“.

Falsche Annahmen zum Aufbau von Eigenkapital

Ein zentrales Thema der Studie 2026 ist der Aufbau von Eigenkapital. Hier offenbaren die Ergebnisse falsche Annahmen, was die Dauer der Ansparphase betrifft. So denken 54% der Kaufinteressierten, ihr Ansparziel in weniger als fünf Jahren zu erreichen. Wie die Erfahrung der tatsächlichen Käufer zeigt, brauchen 65% länger als fünf Jahre, jeder Dritte sogar über zehn Jahre.

Nur wenige ermitteln tragbare monatliche Finanzierungsrate

Die Wahrnehmung der Leistbarkeit von Immobilien hat sich im Vergleich zum Vorjahr eingetrübt. Dies beruht bei vielen Kaufinteressierten aber nach wie vor mehr auf Annahmen, denn auf konkreten Berechnungen. Nur rund 34% der „Planer“ haben ihre tragbare monatliche Rate im Detail konkret ermittelt. „Leistbarkeit ist eine höchst individuelle Rechnung“, betont Utecht. „Dass zwei Drittel der Interessierten ohne Kenntnis ihrer konkreten finanziellen Möglichkeiten suchen, führt oft zu Enttäuschungen bei der Objektauswahl. Nur wer seine monatliche Belastungsgrenze kennt, kann im aktuellen Markt erfolgreich agieren.“ (tik)

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