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Leistungen der Klassik im Vergleich: Assekuranz muss sich eigentlich nicht verstecken
13. Mai 2019

Leistungen der Klassik im Vergleich: Assekuranz muss sich eigentlich nicht verstecken

Die Leistungen von Sofortrenten, Aufschubrenten und Kapitallebensversicherungen über die vergangenen 30 Jahre stehen im Fokus des aktuellen map-report 908. So wenige Versicherer wie noch nie haben dafür ihre Zahlen bereitgestellt, wie die map-report-Herausgeber mit Bedauern feststellen. Denn eigentlich haben Kapitalversicherungen im Vergleich zum EZB-Leitzins der Untersuchung zufolge immer noch ordentliche Renditen abgeliefert.


Die Leistungen von Sofortrenten, Aufschubrenten und Kapitallebensversicherungen über die vergangenen 30 Jahre stehen im Fokus des aktuellen map-report 908. So wenige Versicherer wie noch nie haben dafür ihre Zahlen bereitgestellt, wie die map-report-Herausgeber mit Bedauern feststellen. Denn eigentlich haben Kapitalversicherungen im Vergleich zum EZB-Leitzins der Untersuchung zufolge immer noch ordentliche Renditen abgeliefert.

Leistungen der Klassik im Vergleich: Assekuranz muss sich eigentlich nicht verstecken

Nur noch wenige Gesellschaften haben ihre Daten beigesteuert zum aktuellen map-report 908, der die tatsächlichen Leistungen von Sofortrenten, Aufschubrenten und Kapitallebensversicherungen über die letzten 30 Jahre vergleicht. Gerade einmal 19 Gesellschaften legen ihre Vergangenheitswerte offen, viele große Lebensversicherer sucht man vergeblich, bedauern die map-report-Herausgeber. Die Klassik hat viel von ihrer vergangenen Beliebtheit eingebüßt und in der Folge bei den meisten Gesellschaften ausgedient. Auf der Suche nach Neugeschäft tüftle die Branche anstatt dessen an neuen, kaum noch vergleichbaren Tarifen.

Ordentliche Renditen im Vergleich zum EZB-Leitzins

Dabei müsse sich die Assekuranz mit ihren Leistungen eigentlich gar nicht verstecken, so map-report-Chefredakteur Reinhard Klages. Verglichen mit dem EZB-Leitzins, der schon seit 2009 mehr oder weniger vor sich hindümpele, hätten sich Kapitalversicherungen wacker geschlagen und immer noch ordentliche Renditen geliefert.

Sofortrenten: Debeka erreicht Rentensumme von über 80.000 Euro

So bekommt laut map-report 908 beispielsweise ein 63-jähriger Mann, der im Jahr 1999 in eine sofortbeginnende Rentenversicherung mit dynamischem Überschusssystem die Summe von 50.000 Euro eingezahlt hat, seit Januar 2019 eine durchschnittliche Monatsrente von 318 Euro. Ursprünglich garantiert waren 272 Euro. Ins Verdienen kam der Vertrag im Oktober 2012, also nach 13 Jahren und zehn Monaten: Die Summe der Rentenzahlungen überstieg erstmals den Einmalbetrag. In den 20 Jahren seit Rentenbeginn haben sich die Rentenzahlungen durchschnittlich auf 73.902 Euro summiert. Unter den im Rahmen des map-report untersuchten Gesellschaften erreichte die Debeka als einzige eine Rentensumme von über 80.000 Euro. Die Spanne reicht hier von 64.732 Euro bis zu den von der Debeka erreichten 80.785 Euro.

Aufschubrenten: Je länger, desto besser

Für eine aufgeschobene Rentenversicherung mit zwölf Jahren Aufschubzeit beträgt die Kapitalabfindung dem aktuellen map-report zufolge zum 01.01.2019 im Musterfall durchschnittlich 16.640 Euro. Bei 14.400 Euro Einzahlung ergibt dies eine Beitragsrendite von 2,21%. Der Kunde hat bei einer Laufzeit von 20 Jahren 24.000 Euro eingezahlt. Ausbezahlt bekam er, was den Durchschnitt der am map-report teilnehmenden Versicherer betrifft, 35.481 Euro (3,59% Rendite).

Ein Kunde, der in den vergangenen 30 Jahren jährlich 1.200 Euro in seine kapitalbildende Lebensversicherung eingezahlt, also 36.000 Euro investiert hat, konnte laut map-report-Beispiel zur Fälligkeit am Jahresende 2018 mit einer durchschnittlichen Ablaufleistung von 71.937 Euro und einer Beitragsrendite von 4,16% rechnen. Sein eingesetztes Kapital hat sich also fast verdoppelt. Auch hier steht die Debeka im map-report an der Tabellenspitze und meldet mit 84.113 Euro die höchste Ablaufleistung bei einer Rendite von 5,03%.

Durchschnittliche Ablaufleistung sinkt zwischen 2007 und 2018 um 1,50 Prozentpunkte

In diesem Zusammenhang legen die map-report-Herausgeber dar, dass die durchschnittliche Ablaufleistung für 30-jährige Verträge in den Jahren 2007 bis 2018 von 92.343 Euro auf 71.937 Euro und damit um 1,50 Prozentpunkte gefallen sei. Über die Laufzeit von 20 Jahren habe die Auszahlung im Jahr 2007 noch bei 42.331 Euro gelegen, sei damit also um 7.115 Euro bzw. 1,62 Prozentpunkte geschrumpft. Der Kurzläufer über zwölf Jahre Laufzeit habe mit 18.797 Euro Ende 2018 im Schnitt 2.245 Euro weniger erzielt als zum Jahresultimo 2007. Dies entspreche einem Rückgang der Beitragsrendite um 2,23 Prozentpunkte. (ad)




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