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15. November 2021
Life-Science-Immobilien zunehmend im Visier der Investoren
Analysis.

Life-Science-Immobilien zunehmend im Visier der Investoren

Mit der Corona-Pandemie sind gänzlich neue Objekttypologien auf dem Radar von Investoren gelandet, darunter auch Life-Science-Immobilien. Sie rücken als neue Asset-Klasse in den Fokus von Investoren. Im aktuellen Catella Market Tracker wird der Markt für Life Science Immobilien genauer beleuchtet.

Impfstoffentwicklung und Produktion sowie die steigende Nachfrage nach medizinischer Versorgung im Zuge des demografischen Wandels oder sich weiter durchsetzender Zivilisationskrankheiten haben den Bedarf an Flächen für diesen Bereich in den vergangenen Jahren deutlich in die Höhe getrieben. Eine solche Trendbeschleunigung zeigt sich laut Dr. Thomas Beyerle, Head of Research der Catella Group, insbesondere auch für Life-Science-Immobilien. Ein sehr „neues“ Produkt namens „Life-Science-Immobilien“ tauche europaweit in den Investment-Komitees auf, so Dr. Beyerle. Der aktuelle Catella Market Tracker hat diesen Markt deshalb näher untersucht.

Differenzierter Markt für Life Sciences

In den vergangenen Jahren haben die Gesamtausgaben für pharmazeutische Forschung und Entwicklung stetig zugenommen. Für 2021 sind Ausgaben von 200 Mrd. Euro angesetzt, in den nächsten fünf Jahren dürfte die Summe auf 230 Mrd. Euro steigen. Aus diesem Grund rücken Life-Science-Immobilien zunehmend in den Fokus der Investoren.

Der Bereich erweist als sehr differenziert, zumal es eine Vielzahl an verschiedenen Forschungsschwerpunkten gibt, die von Biotechnologie über Medizintechnologie bis hin zum Pharmasektor reichen. Dieses weite Feld macht auch eine breite Spanne an verschiedenen Objekttypen erforderlich, um den oft speziellen räumlichen Anforderungen Genüge zu leisten. So brauchen Laborflächen meist eigene Lüftungs- und Entsorgungsanlagen, für die Pharmalogistik hingegen zählen größere Lagerflächen, und die Einhaltung von Kühlketten muss garantiert sein.

Synergieeffekte durch Ansiedlung in Clustern

Laut der Catella-Analyse ist geografisch eine Ansiedlung in Clustern mit Nähe zu Forschungsstandorten wie Universitäten oder Hochschulen zu beobachten. Eine besondere Bedeutung kommt offenbar den Synergieeffekten zu, die sich daraus ergeben. Die Netzwerke zwischen Unternehmen und Akteuren entlang der Forschungs- und Produktionskette bieten die Möglichkeit zum schnellen Austausch. Die Nähe zu Hochschulen und Universitäten öffnet zudem einen geeigneten Pool an Talenten. Die Studie zeigt Cluster in Schweden, den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich, aber auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Dynamische Entwicklung zu erwarten

„Sämtliche Indikatoren im Life-Science-Markt deuten auf eine zukünftig dynamische Entwicklung hin, was vor allem auf das europäische Festland bezogen werden kann“, erklärt Dr. Beyerle weiter. Besonders im Bereich bereits bestehender Cluster würden optimale Möglichkeiten bestehen, positive Standorteffekte zu generieren, was dementsprechend das beste Investitionsumfeld darstelle.

Dr. Beyerle nennt noch eine weitere Marktzahl und betont: „Risikokapitalfinanzierungen europäischer Life-Science-Unternehmen könnten 2021 erstmals die 10-Mrd.-Euro-Marke überschreiten. Der Markt kommt in die Phase des Booms.“ (tk)

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