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LV: So steht es um Überschussbeteiligungen und Garantien

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LV: So steht es um Überschussbeteiligungen und Garantien

Corona und die Auswirkungen auf die Kapitalmarktzinsen und die Lebensversicherungspolicen: Eine aktuelle ASSEKURATA-Studie zeigt, wie Altersvorsorgeverträge aus den Bereichen Klassik, Neue Klassik und Indexpolicen aktuell verzinst werden und welche Renditen die Kunden erwarten können.

Die Kapitalmarktzinsen 2020 sind nicht zuletzt aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie weiter abgesunken. Dadurch hat sich der ohnehin schon hohe Druck auf die Überschussdeklarationen in der Lebensversicherung weiter verstärkt. „Die Aussicht auf wieder steigende Zinserträge rückt so in immer weitere Ferne. Dies zeigt sich nicht nur am Kapitalmarkt, sondern auch in den Lebensversicherungspolicen“, sagt Dr. Reiner Will, Geschäftsführer der ASSEKURATA Assekuranz Rating Agentur, anlässlich der Präsentation der aktuellen ASSEKURATA-Untersuchung zu Überschussbeteiligungen und Garantien deutscher Lebensversicherer. Insgesamt 47 Unternehmen, die nach Prämieneinnahmen einen Marktanteil von 69% (Vorjahr: 79%) widerspiegeln, nahmen diesmal an der Umfrage teil. Über alle analysierten Produktarten und Tarifgenerationen sinkt demnach die laufende Verzinsung 2021 im Marktdurchschnitt um 0,09 Prozentpunkte auf 2,65%. Während bei den jüngeren Tarifgenerationen ein höherer Rückgang zu verzeichnen ist, bleibt die Verzinsung bei den älteren aufgrund der vertraglichen Garantien weitgehend stabil.

Klassische private Rentenversicherung: Laufende Verzinsung mehrheitlich abgesenkt

Von den 25 Unternehmen mit einer klassischen privaten Rentenversicherung mit Rechnungszins von 0,90% haben 18 die laufende Verzinsung abgesenkt. Die höchste laufende Verzinsung von 3,00% (Vorjahr: 3,30%) gewährt der ASSEKURATA-Untersuchung zufolge die IDEAL Lebensversicherung. Werden die aktuellen Deklarationen inklusive der in Aussicht gestellten Schlussüberschüsse auf einen 25-jährigen Mustervertrag hochgerechnet, so liegt die illustrierte Beitragsrendite im Marktdurchschnitt bei 1,88%, was laut Dr. Reiner Will gegenüber anderen zinsgebundenen Sparanlagen eine ordentliche Rendite darstelle. Die absehbar niedrig bleibenden Kapitalmarktzinsen erschwerten ihre Realisierung allerdings deutlich, so Will weiter.

So scheint es wenig überraschend, dass nur 16 der an der Untersuchung teilnehmenden Unternehmen überhaupt noch eine klassische private Rentenversicherung mit lebenslangem Garantiezins von 0,90% im Neugeschäft anbieten. Angesagt sind nun eher Produkte der neuen Klassik, die zwar wie klassische Produkte auf einer konventionellen Überschusssystematik sowie dem Ausgleich im Kollektiv und der Zeit basieren, bei denen aber die Garantien herabgesetzt oder sogar vollständig abgeschafft werden. Der Kunde soll durch diese kapitaleffizientere Gestaltung eine höhere Überschussbeteiligung erhalten.

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