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16. Juni 2026
Makler erwarten schwierige wirtschaftliche Zeiten
Makler erwarten schwierige wirtschaftliche Zeiten

Makler erwarten schwierige wirtschaftliche Zeiten

Makler stehen vor einer Phase zunehmender wirtschaftlicher und struktureller Herausforderungen, so die Einschätzung des BDVM beim Symposium in Köln. Während sich die Sachversicherung von einem harten in einen weicheren Marktzyklus bewegt, verschärft die schwache Konjunktur die Bedingungen zusätzlich.

Versicherungsmakler müssen sich auf schwierige wirtschaftliche Zeiten einstellen. Die gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland gepaart mit dem sich verschärfenden Fachkräftemangel beeinträchtigen die Geschäftsbedingungen für Versicherungsmakler, resümiert Thomas Billerbeck, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Versicherungsmakler (BDVM), während des BDVM-Symposiums am 16.06.2026 in Köln.

Makler stehen damit vor der Herausforderung, sich auf ein verändertes Marktumfeld einzustellen, das sich vom bisherigen harten Sachversicherungsmarkt zunehmend entfernt. Nach Jahren steigender Prämien und eingeschränkter Kapazitäten deutet sich eine Phase an, in der der Markt wieder weicher wird und der Wettbewerbsdruck zunimmt.

Gleichzeitig belasten die schwächere wirtschaftliche Entwicklung vieler Unternehmen sowie rückläufige Umsatzmeldungen die Nachfrage- und Risikostrukturen. In der Folge geraten Prämien unter Druck, was zu einer Beeinträchtigung der Umsätze führen kann. Für Makler bedeutet das, dass insbesondere die Risikodifferenzierung noch stärker in den Vordergrund rückt, um die negativen Folgen des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes zu kompensieren. Mit Blick Richtung Berlin fordert BDVM-Präsident Billerbeck die Umsetzung wichtiger Reformideen, auch wenn das mitunter schmerzhafte Entscheidungen und Einschnitte bedeuten würde.

Demografie verschärft Kompetenzlücken

Hinzu kommt: Der zunehmende Fachkräftemangel entwickelt sich zu einer weiteren zentralen strukturellen Herausforderungen für Versicherungsmakler. Getrieben durch den demografischen Wandel wird bis 2035 ein Rückgang von rund 20 Millionen Erwerbstätigen erwartet, während lediglich etwa 13 Millionen neue Arbeitskräfte nachrücken.

Diese Entwicklung führt zu einem spürbaren und langfristigen Arbeitskräftemangel, der sowohl Nachwuchs- als auch Kompetenzlücken verschärft. Besonders betroffen ist der Verlust erfahrener Fachkräfte: Viele langjährig tätige Underwriter und Spezialisten scheiden aus dem Berufsleben aus und nehmen ihr über Jahrzehnte aufgebautes Erfahrungswissen mit.

Dieser Wissensabfluss lässt sich nur begrenzt kompensieren und wird die Versicherungsbranche nachhaltig prägen, prognostiziert Billerbeck. Der Wettbewerb um Talente – der „War for Talent“ – wird sich dadurch weiter verschärfen und alle Versicherungsmakler gleichermaßen betreffen. Unternehmen müssen sich daher frühzeitig auf steigenden Druck bei Rekrutierung, Bindung und Qualifizierung einstellen.

Der BDVM selbst will mit einer neuen Imageoffensive dem Fachkräftemangel begegnen. Dazu ist etwa die Produktion eines Imagefilms über das Berufsbild des Versicherungsmaklers geplant. Dieser soll BDVM-Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Der BDVM will mit diesem Schritt eine bessere Verankerung des Berufsbilds Versicherungsmakler in der Gesellschaft erreichen. (as)

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