„Die meisten Interessenten sind selbst Makler“
Andreas Grimm, Geschäftsführer und Mitbegründer des Resultate Instituts, weist auf einen weiteren Aspekt hin: „Wer einen typischen Maklerbestand abgeben möchte, muss nicht nach Private-Equity-Investoren oder einem finanzstarken Konzern als Käufer suchen. Die meisten Interessenten sind selbst Makler, die einen Bestand in überschaubarer Größe suchen. Für diese Bestände ist die Nachfrage am breitesten.“ Einschränkung laut Grimm: Gerade Kleinbestände könnten bei der Übertragung eine gewisse Herausforderung darstellen, wenn es um die Fragen von Übertragbarkeit und Datenqualität gehe.
Bestand oder ganze Maklergesellschaft?
Für die meisten Käufer ab einer gewissen Größe sei zudem nicht so wichtig, ob ein Makler seinen Bestand verkauft oder seine ganze Maklergesellschaft. Laut der Auswertung sind ab einem Budget von 250.000 Euro mehr als 90% der Interessenten bereit, auch eine ganze Gesellschaft zu übernehmen, bei Budgets bis 100.000 Euro ist es jeder Vierte. Für Inhaber kleiner Gesellschaften könne es sich deshalb lohnen, vor dem Verkauf zu prüfen, ob der reine Bestandsverkauf der passendere Weg sei, so Thomas Öchsner, Gesellschafter und Geschäftsführer des Resultate Instituts.
Diese Regionen sind für Investoren am interessantesten
Wo suchen die Interessenten in Deutschland geografisch? Dazu hat das Institut folgende Zahlen: Etwa jeder Fünfte (21%) sucht bundesweit, die übrigen in bestimmten Regionen. Insgesamt interessieren sich für Bestände in den PLZ-Gebieten 5, 7, 8 und 9 jeweils 42 bis 43% der Käufer, heißt es. Im PLZ-Gebiet 0 (Sachsen, Thüringen und angrenzende Regionen) seien es dagegen nur 28%. Außerdem suchen kleinere Käufer vor allem in ihrer Region, große Investoren eher bundesweit.
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