KI: Mehr Effizienz, aber kein Selbstläufer
Natürlich kam die Runde auch nicht am Thema Künstliche Intelligenz vorbei. Hierbei sehen die Pool-Chefs vor allem Chancen, Makler von administrativen Aufgaben zu entlasten und ihnen mehr Zeit für die Beratung zu verschaffen. Automatisierte Prozesse könnten etwa das Kfz-Wechselgeschäft vereinfachen. Andreas Brunner warnte allerdings vor fehlerhaften KI-Ergebnissen, beispielsweise bei Vertragsdaten und Versicherungssummen. Ait Voncke sieht die Branche zudem vor einer größeren Herausforderung: Sie müsse sich für den Wettbewerb mit großen Tech-Konzernen wappnen und einen starken deutschen oder europäischen Anbieter aufbauen.
Altersvorsorgedepot: Neue Chancen für Makler
Beim Altersvorsorgedepot erwarten die Pool-Chefs deutliche Wachstumsimpulse für die Branche. Während manche Kunden Investmentlösungen bevorzugen, bleiben Garantien und die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos für andere wichtig. Markus Kiener betonte die Bedeutung qualifizierter Beratung und sieht rund 50 Millionen potenzielle Kunden. Auch Andreas Brunner rechnet mit zusätzlichem Geschäft und sieht keinen Grund, die Konkurrenz durch Neobroker zu fürchten. Ait Voncke bezeichnete die Reform als „Kickstart in eine neue Ära“ und sieht im Altersvorsorgedepot eine Chance, die Plattformen von blau direkt und Netfonds enger zusammenzuführen, die sich nun unter dem Dach des gemeinsamen Investors Warburg Pincus befinden. (mki)
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