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26. August 2021
Mehr Cyberschäden durch Home-Office

Mehr Cyberschäden durch Home-Office

Laut Bitkom entsteht der deutschen Wirtschaft jährlich ein Schaden von 223 Mrd. Euro. Das IW-Köln hat berechnet, dass davon 52 Mrd. Euro auf Angriffe im Home-Office zurückzuführen sind. Fazit: Home-Office ist ein Geschenk für Cyberkriminelle.

Eine Studie des Digitalverbands Bitkom hat ergeben, dass kriminelle Cyberattacken 2020 erneut für Rekordschäden gesorgt haben. Die Cyberschäden belaufen sich demnach auf rund 223 Mrd. Euro. Die Schadenssumme ist mehr als doppelt so hoch wie in den zwei Jahren zuvor, als sie noch 103 Mrd. Euro jährlich betrug.

Haupttreiber des enormen Anstiegs sind Erpressungsvorfälle, verbunden mit dem Ausfall von Informations- und Produktionssystemen sowie der Störung von Betriebsabläufen. Sie sind meist unmittelbare Folge von Ransomware-Angriffen.

Home-Office öffnet Tor und Tür

Die Zunahme der Cyberschäden führt Bitkom insbesondere auch auf das Home-Office zurück. In der Pandemie haben zahlreiche Firmen ihre Mitarbeiter kurzerhand zum Arbeiten nach Hause geschickt, die Vorsichtsmaßnahmen rund um die IT-Struktur konnten damit oft nicht mithalten.

Verantwortlich für ein Viertel der Schäden

Das IW Köln hat die Zahlen der Studie nun analysiert und mit weiteren Daten kombiniert. Im Ergebnis kommt das Institut zu dem Schluss, dass sich der Schaden, der durch Angriffe im Home-Office entstanden ist, auf rund 52 Mrd. Euro summiert.

Kriminelle hätten leichtes Spiel, heißt es in der aktuellen IW-Studie. Das Home-Office sei für Cyberkriminelle gar ein Geschenk: Jeder Mitarbeitende, der von zuhause arbeitet, nutzt Verbindungen, die oft leichter angegriffen werden können als solche im Firmennetzwerk. „Zu oft gab es keine Firmen-Laptops, keine Schulungen und keine Sicherheitskonzepte“, schreibt IW-Studienautorin Barbara Engels.

Engels geht zudem von einer hohen Dunkelziffer aus: Kleine Unternehmen würden oftmals gar nicht erfasst. (bh)

Zur Bitkom-Studie geht es hier.

Zum IW-Kurzbericht, Nr. 53 von Barbara Engels geht es hier.

Bild: © Rawf8 – stock.adobe.com