Der Deloitte Property Index untersucht die Wohnimmobilienmärkte in 25 europäischen Ländern und zeigt aktuelle Marktentwicklungen. Mit durchschnittlich 9.160 Euro pro Quadratmeter liegt Luxemburg in der Rangliste der teuersten Länder für Neubauwohnungen vorne. Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 11.200 Euro pro Quadratmeter landet München unter den untersuchten Städten an der Spitze. Neubauwohnungen kosten in der Isarmetropole damit sogar mehr als in europäischen Metropolen wie Paris und London. Luxemburg Stadt reiht sich hinter München aur Rang 2. Dort kostet der Quadratmeter einer Neubauwohnung 10.567 Euro pro Quadratmeter. Luxemburg Stadt ist neben München die einzige Stadt, die die Marke von 10.000 Euro knackt. Zum Vergleich: Paris weist einen Quadratmeterpreis von 5.754 Euro auf. In London kostet eine Neubauwohnung 6.620 Euro pro Quadratmeter.
Mehrere deutsche Metropolen weit vorne im Ranking
Insgesamt zeigt die Analyse, dass deutsche Großstädte im europäischen Vergleich mit zu den teuersten Wohnstandorten gehören. So landen in der Gruppe hochpreisiger Märkte wie Amsterdam mit 8.650 Euro oder Barcelona mit 8.037 Euro auch Hamburg mit 7.700 Euro, Frankfurt mit 7.700 Euro und Berlin mit 7.500 Euro pro Quadratmeter.
Die stärksten Preiszuwächse weisen Durrës in Albanien auf mit 24,1% und Belgrad mit 20,0%. Auch bei der Bezahlbarkeit ist die Schere innerhalb Europas weit geöffnet: Für eine 70-qm-Neubauwohnung sind in Turin durchschnittlich 4,7 örtliche Jahresgehälter erforderlich, im albanischen Vlorë sind es hingegen 21,3 Jahresgehälter.
Deutschland zwischen Stabilisierung und Angebotsknappheit
Für 2026 gehen die meisten Marktteilnehmer in Europa laut Deloitte Property Index von einem stabileren wirtschaftliches Umfeld aus, gestützt durch eine sinkende Inflation. Die Nachfrage trifft in vielen Märkten aber nach wie vor auf ein begrenztes Angebot. Dies gilt auch für Deutschland.
Deutschland gehört mit rund 207.000 fertiggestellten Wohnungen weiterhin zu den größten Wohnungsbaumärkten Europas und liegt bei den absoluten Fertigstellungszahlen fast gleichauf mit Polen. Gemessen an der Wohnungsbauintensität fällt die Bundesrepublik jedoch deutlich zurück: Mit 2,48 fertiggestellten Wohnungen je 1.000 Einwohnern landet Deutschland nur im unteren Mittelfeld und deutlich hinter Ländern wie Albanien, der Türkei, Irland oder Polen. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Wohnungsfertigstellungen gegenüber dem Vorjahr um 17,9% verringert. Damit verzeichnet die Bundesrepublik einen der stärksten Rückgänge in Europa.
Preise in einzelnen Städten legten zuletzt wieder zu
Die geringe Neubautätigkeit verschärft die Angebotsknappheit und prägt zunehmend die Marktentwicklung. Nach der Korrektur von 2022 bis 2024 waren am deutschen Wohnimmobilienmarkt 2025 und Anfang 2026 erste Erholungstendenzen zu beobachten. Trotz hoher Baukosten, verhaltener Transaktionsaktivität und geopolitischer Unsicherheiten zeigte sich bei der Preisentwicklung vielerorts eine Stabilisierung, insbesondere in den Metropolregionen. Im Neubausegment erholten sich die Preise zunächst nur verhalten. Zuletzt gab es in einzelnen Städten wieder leichte Preissteigerungen. Während bezahlbarer Wohnraum weiter an Relevanz zunahm, entwickelten sich hochpreisige Segmente schwächer.
Noch keine breite Erholung am Markt
„Deutschland bleibt einer der hochpreisigsten Wohnungsmärkte Europas. Zugleich verschärft der ausbleibende Neubau die Angebotsknappheit: Die Mieten steigen deutlich, während die Kaufpreise nur verhalten zulegen. Diese Entkopplung steht sinnbildlich für die aktuelle Marktlage – eine selektive Stabilisierung, aber noch keine breite Erholung“, so das Fazit von Nina Schrader, Real Estate Lead bei Deloitte. (tik)
Mehr Ergebnisse des Berichts gibt es auf deloitte.com.
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Weitere Informationen rund um die Themen Immobilien und Baufinanzierung finden sich in unserer Rubrik „Immobilien“.
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