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22. November 2021
N26 zieht sich aus den USA zurück
N26 and Revolut bank apps logo on the screen and a finger touching one of them. Concept photo for competition.

N26 zieht sich aus den USA zurück

N26 hat angekündigt, seine Dienste nur noch bis zum 11.01.2022 in den USA anzubieten. Betroffen von dem Schritt sind 500.000 Konten. In Europa darf das Start-up nach einem Rüffel durch die BaFin nur noch langsam wachsen. Gleichzeitig setzen Konkurrenten zum Sprung nach Deutschland an.

Erst vor Kurzem hatte die BaFin der Neobank N26 eine Wachstumsbremse verordnet, nachdem zahlreiche Ungereimtheiten in den Geschäftspraktiken des Berliner FinTechs offenbar wurden (AssCompact berichtete). Nun folgt der nächste Rückschlag für die hoch gesteckten Expansionspläne der Challenger-Bank: N26 zieht sich aus den USA zurück.

Digitales Banking in Osteuropa

Als Grund für diesen Schritt gibt N26 an, dass man sich verstärkt auf das Europa-Geschäft konzentrieren wolle. Gleichzeitig bekräftigt das Berliner Start-up seine Expansionspläne in osteuropäische Märkte hinein.

Kurze Frist in den USA

Die US-amerikanischen Kunden der Bank haben nur noch bis zum 11.01.2022 Zugriff auf ihre Konten. Danach sind die Dienste von N26 nicht mehr verfügbar. Betroffen sind laut Angaben des Handelsblatts 500.000 Konten. N26 war zwei Jahre lang in den USA aktiv.

Wachstum in Europa mit angezogener Handbremse

Der Rückzug aus dem US-Markt kommt insofern überraschend, als die Wachstumspläne der Neobank in Europa aktuell durch die Beschränkung der BaFin verzögert werden. Die deutsche Finanzaufsicht hatte N26 auferlegt, monatlich maximal um 50.000 Kunden zu wachsen – und das europaweit.

Britische Konkurrenz drängt nach Deutschland

Der britische Konkurrent Revolut, der sich aktuell um eine deutsche Banklizenz bemüht, sieht sich derartigen Einschränkungen nicht unterworfen. Und während Revolut N26 in dessen Heimatmarkt Deutschland bereits über eine litauische Banklizenz Konkurrenz macht, gilt das umgekehrt nicht mehr. Den Rückzug vom britischen Markt hat N26 im vergangenen Jahr angekündigt und als Begründung den Brexit angegeben.

Starling will als White-Label-Anbieter punkten

Und nicht nur Revolut bedroht die deutsche Neobank. Auch eine weitere britische Bank schickt sich an, den deutschen Markt zu erobern. Die Digitalbank Starling plant, im kommenden Jahr in Deutschland an den Start zu gehen. Den Namen werden Kunden jedoch selten zu sehen bekommen. Starling möchte in Deutschland hauptsächlich als Dienstleister für Einzelhändler und Marktplätze auftreten. (tku)

Bild: © Ascannio – stock.adobe.com