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Nachhaltige Altersvorsorgekonzepte: Sinn oder Unsinn in unserer Zeit?
04. Mai 2020

Nachhaltige Altersvorsorgekonzepte: Sinn oder Unsinn in unserer Zeit?

Auch bei der Altersvorsorge gibt es nachhaltige Konzepte. Kunden und Berater wissen aber nur selten, dass es nachhaltige Rentenversicherungen gibt, geschweige denn, wie eine nachhaltige Anlagepolitik abgebildet wird. Das sollte sich dringend ändern. Ein Kommentar von Gottfried Baer, Geschäftsführer der MehrWert GmbH.

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Auch bei der Altersvorsorge gibt es nachhaltige Konzepte. Kunden und Berater wissen aber nur selten, dass es nachhaltige Rentenversicherungen gibt, geschweige denn, wie eine nachhaltige Anlagepolitik abgebildet wird. Das sollte sich dringend ändern. Ein Kommentar von Gottfried Baer, Geschäftsführer der MehrWert GmbH.


Nachhaltige Altersvorsorgekonzepte: Sinn oder Unsinn in unserer Zeit?

Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht etwas über den Klimawandel oder sonstige Umweltthemen in den Nachrichten hört. Irgendwie gehören diese Themen mittlerweile zu unserem Alltag und die Penetranz nervt vielleicht auch schon. Die Menschen in Deutschland entwickeln sich schon seit Jahren zu „Umweltschonern“. Sie trennen zuhause allen Müll, kaufen regionaler und nachhaltiger ein, beziehen Ökostrom und fahren vielleicht mehr Fahrrad und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. In den Großstädten sind Carsharing-Modelle oder Elektroroller-Sharing on vogue.

Nachhaltigkeitsbewegung nimmt Fahrt auf

Die Aktion „Rettet die Bienen“ in Bayern zeigte 2019 gravierend, wie viel Zuspruch der Naturschutz aktuell in der Bevölkerung hat, und richtig groß wurde die Nachhaltigkeitsbewegung durch die jungen Menschen, die mit Fridays for Future monatelang bis heute auf die Straße gehen und für eine klimafreundlichere Politik werben.

Politischer Wandel bei Umwelt- und Klimaschutz

Politisch gesehen tut sich seit geraumer Zeit auch einiges in Sachen Umwelt- und Klimaschutz. So bringt das Pariser Klimaabkommen und die daraus beschriebenen Ziele für die politisch Handelnden eindeutige Vorgaben mit sich und der Kohleausstieg in Deutschland ist somit beschlossene Sache geworden. Ebenso müssen beispielsweise die Autohersteller in den kommenden Jahren in ihrer verkauften Flotte immer niedrigere CO²-Ausstöße nachweisen.

In den letzten beiden Jahren entwickelte sich dann auch auf EU-Ebene in Sachen Finanzmarkt und Nachhaltigkeit eine rege Diskussion und schließlich wurde die Taxonomie für die Teilnehmer in diesem Markt beschlossen, welche 2021 in Kraft treten soll. Es müssen damit in Zukunft alle Marktakteure nachweisen, dass bestimmte Nachhaltigkeitskriterien zum Beispiel in ihren Investmentfonds eingehalten werden. Seit dem Bekanntwerden steigt nun die Zahl der nachhaltigen Fonds am Markt massiv und die beauftragten Marketingagenturen haben ein völlig neues, weitreichendes Futter von ihren Auftraggebern erhalten.

Fondsgesellschaften entdecken nachhaltige Fonds

Dadurch und weil die Bundesbürger mehr auf Nachhaltigkeit achten, kommen nun immer mehr Fondsgesellschaften mit neuen nachhaltigen Fonds auf den Markt. Sowohl für den Kunden als auch für den Berater ist es schwierig, den Qualitätsanspruch in Sachen Nachhaltigkeit in diesen Fonds in der Tiefe zu durchdringen. So arbeiten nach wie vor viele dieser neuen Fonds mit Ausschlusskriterien bzw. mit dem Anspruch, dass eine Unterzeichnung der UN PRIS der investierten Unternehmen als Nachhaltigkeitsanspruch ausreicht. Das ist ein guter Anfang, reicht aber bei ehrlicher Betrachtung bei Weitem nicht aus und deshalb darf man viele dieser Fonds als „hellgrün“ einstufen.

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Seite 2 Wie sieht die Entwicklung bei den Versicherern aktuell aus?

Seite 3 Grüne Rententarife aus Überzeugung


Gottfried Baer Gottfried Baer



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