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Nicht immer hat die Nachfolgersuche Sinn
06. Mai 2019

Nicht immer hat die Nachfolgersuche Sinn

Viele Makler finden keinen Nachfolger für ihr Maklerunternehmen. Das liegt auch am Nachwuchsmangel und an der Erwartungshaltung manches Senior-Maklers. In erster Linie liegt es am Aufwand, den eine systematische Kandidatensuche zur Folge hat, gibt Andreas W. Grimm in der Bestandsmarktplatz-Kolumne zu bedenken.


Viele Makler finden keinen Nachfolger für ihr Maklerunternehmen. Das liegt auch am Nachwuchsmangel und an der Erwartungshaltung manches Senior-Maklers. In erster Linie liegt es am Aufwand, den eine systematische Kandidatensuche zur Folge hat, gibt Andreas W. Grimm in der Bestandsmarktplatz-Kolumne zu bedenken.


Nicht immer hat die Nachfolgersuche Sinn

Eine systematische Kandidatensuche kann sich deshalb aufwendig gestalten, weil zunächst ein geeigneter Kandidat identifiziert, angesprochen und neugierig gemacht werden muss. Und man muss sich einigen: auf den Kaufpreis, die Nebenbedingungen und den Übergabeprozess. Gerade kleine Makler sollten daher andere Alternativen prüfen.

Tippt ein Makler in den Online-Bestandsrechner des Resultate Instituts einen Jahresumsatz von 50.000 Euro ein, berechnet ihm das System im bundesweiten Ranking Platz 37.575. Der Bestandswert dürfte um die 125.000 Euro liegen. Die meisten Makler in Deutschland sind kleinere Unternehmen. Budget für eine professionelle Nachfolgeplanung steht da meist nicht zur Verfügung. Die Mittel für eine Übergabephase an einen Nachfolger mit parallelem Einkommen für Junior und Senior schon gar nicht. Deshalb kümmern sich viele Makler nicht um ihre Nachfolge und verlassen sich auf die Marketingversprechen großer Bestandskäufer oder Maklerrentenanbieter.

Berechnungsbasen der verschiedenen Modelle sind zu unterschiedlich

Die Schwierigkeit: Eigentlich kann der Makler nicht wirklich beurteilen, ob ein Angebot, das sich „Maklerrente“ oder „Deutschlandrente“ nennt, im Vergleich wirtschaftlich wirklich attraktiv ist oder nicht. Dazu sind die Berechnungsbasen und Fristigkeiten der einzelnen Modelle zu unterschiedlich. In vielen schlummern Regelungen, deren wirtschaftliche Effekte der Makler beim oberflächlichen Lesen nicht erkennt. Die ursprüngliche Erwartung eines Maklers und die Realität, also der tatsächliche Kaufpreis, die Summe der Kaufpreisraten oder die erzielte Rente fallen oft deutlich auseinander. Nachträgliche Änderungen ausgeschlossen.

Es ist aufwendig zu prognostizieren, welches Modell zu welchen Auszahlungen führen wird und welcher Bestandskäufer dem Makler tatsächlich den höchsten wirtschaftlichen Nutzen bereiten wird. Eine Prüfung auf Risiken beim Käufer unterbleibt fast immer.

Vergleichsrechner für Auszahlungsverläufe entwickelt

Das Resultate Institut hat nun professionelle Bestandskäufer aufgefordert, ihre Modelle im Detail offenzulegen. Daraus hat es einen Vergleichsrechner entwickelt, mit dem die Auszahlungsverläufe verschiedener Modelle auf Barwertbasis verglichen werden. Das Geschäftsmodell und die persönlichen Präferenzen des abgebenden Maklers werden ebenso berücksichtigt wie die wirtschaftlichen Verhältnisse des jeweiligen Anbieters.

Analysiert das Institut den Bestand eines Maklers, steht nicht nur fest, welches Modell oder welche Rente das wirtschaftlich attraktivste sein dürfte. Der Makler erhält auch ein verbindliches Angebot des jeweiligen Bestandskäufers. Nimmt der Inhaber das Angebot an, hat er die Zukunft seines Bestands geregelt und gleichzeitig die Gewissheit, die wirtschaftlich bestmögliche Lösung erzielt zu haben. Die Suche nach einem Nachfolger ist dann nicht mehr erforderlich.

Bild: © pathdoc - stock.adobe.com

Der Bestandsmarktplatz ist eine gemeinsame Initiative von AssCompact und dem Resultate Institut.

Den Artikel lesen Sie auch in AssCompact 05/2019, Seite 102 und in unserem ePaper.


Andreas W. Grimm Andreas W. Grimm



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