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21. Mai 2021
Ombudsmann: Beschwerden in der Reiseversicherung stark gestiegen

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Ombudsmann: Beschwerden in der Reiseversicherung stark gestiegen

BSV kein großes Thema

Das in der Öffentlichkeit zeitweise breit diskutierte Regulierungsverhalten in der Betriebsunterbrechungs- und Betriebsschließungsversicherung habe sich hingegen dem Ombudsmann zufolge nicht nennenswert auf seine Tätigkeit ausgewirkt, da die Schlichtung auf Beschwerden von Verbrauchern ausgerichtet sei. Auch die Abläufe in der Beschwerdebearbeitung wurden im Berichtsjahr von der Pandemie nicht negativ beeinträchtigt: Laut Dr. Horst Hiort, der zum letzten Mal über die Statistik informierte, da er im Januar 2022 im Alter von 63 Jahren nach dann über 18 Jahren seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Versicherungsombudsmann e. V. beenden wird, habe die durchschnittliche Verfahrensdauer bei den im Jahr 2020 beendeten Fällen trotz der Pandemie um 10% weiter verkürzt werden können. Von der Einlegung einer Beschwerde bis zum Verfahrensabschluss vergingen bei zulässigen Eingaben durchschnittlich nur 70 Tage, obwohl die Beteiligten jeweils Gelegenheit erhalten, zu dem Vortrag der anderen Seite Stellung zu nehmen.

Abhilfebereitschaft, Verständnis, Liquiditätsschwierigkeiten

Grundsätzlich sei im Jahr 2020 eine große Abhilfebereitschaft vonseiten der Unternehmen zu spüren gewesen. Aber auch die Beschwerdeführer hätten mit Verständnis reagiert, wenn sie trotz ausbleibenden Erfolgs ihrer Beschwerde die entsprechenden Erläuterungen und Begründungen bekommen hätten. Darüber hinaus sei über alle Sparten hinweg zu bemerken gewesen, dass die Beschwerdeführer größtenteils an einer möglichst schnellen Problemlösung interessiert gewesen seien, was sie jeweils mit pandemiebedingten Liquiditätsschwierigkeiten begründet hätten.

Der Jahresbericht 2020 des Versicherungsombudsmannes ist hier zu finden. (ad)

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