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27. Juli 2022
Partner: Merkur und Bayerische wollen voneinander profitieren

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Partner: Merkur und Bayerische wollen voneinander profitieren

Die österreichische Merkur Versicherung und die deutsche Versicherungsgruppe die Bayerische kooperieren: Sie wollen Synergien nutzen, Talente fördern und einen regen Austausch pflegen. Zudem investiert die Merkur in den Klimafonds Pangaea Life. Was sind die Ziele und wie sieht es mit Maklerfragen aus?

Interview mit Ingo Hofmann, Vorstand der Merkur Versicherung, und Martin Gräfer, Vorstand der Versicherungsgruppe die Bayerische
Herr Hofmann, die Kooperation zwischen Merkur und die Bayerische besteht nun seit etwa zehn Monaten. Sind die geplanten gemeinsamen Aktivitäten bereits ins Rollen gekommen?

Ingo Hofmann: Partnerschaften leben von einer gemeinsamen Wertebasis und werden in erster Linie von den Menschen getragen, die ihr Engagement, ihre Neugier, ihren Mut miteinbringen. Mit der Bayerischen haben wir jemanden an unserer Seite, der Know-how und Erfahrung mit uns teilt, aber wir haben vor allem Menschen gewonnen, die uns auf vielfältige Weise bereichern: von branchenspezifischem Wissensaustausch bis hin zu einer Unternehmenskultur, die uns beidseitig inspiriert. Es finden länderübergreifend Kolleginnen und Kollegen zusammen, die für neue Idee brennen, ihre Köpfe zusammenstecken und voneinander lernen möchten. So entsteht eine Plattform, eine Bewegung, die neue Ideen schafft und Trends antizipiert. Dies fördern wir aktiv mit Austauschprogrammen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit interdisziplinären Workshops und vielen weiteren Formaten.

Ausgangsbasis ist die Investition der Merkur in den Sachwertefonds Pangaea Life. Welche Ziele verbinden beide Häuser damit?

Martin Gräfer: Sowohl die Bayerische mit Pangaea Life als auch die Merkur zählen zu den Vorreitern für Nachhaltigkeit in ihren jeweiligen Märkten. Für beide Versicherer ist Nachhaltigkeit kein Trend oder Marketing-Vehikel, sondern einer der entscheidenden Faktoren, der über die Zukunftsfähigkeit für uns als Unternehmen, aber auch für die gesamte Versicherungsbranche bestimmt. Denn, wo in Form ökologischer, sozialer und ökonomischer Katastrophen die denkbar größten Risiken drohen, sehen wir uns als Risikopartner der Menschen besonders in der Pflicht, in der Prävention einen effektiven Beitrag zu leisten.

IH: Immer mehr Menschen ist es wichtig, auf den ökologischen Fußabdruck zu achten, sie möchten Verantwortung übernehmen. Mit den verschiedenen EU-Verordnungen zum Thema Nachhaltigkeit steigt der Druck zusätzlich. Hierzu braucht es starke Partner, um auf lange Sicht Lösungen zu bieten. Ganz konkret bedeutet die Investition der Merkur in den Fonds „Blue Energy“ der Pangaea Life, dass mehr Kapital für weitere Investitionen in Europas Energiewende bereitsteht. So investieren wir Hand in Hand in eine nachhaltige Zukunft.

Haben Sie beide aktiv nach internationalen Partnern gesucht?

IH: Es ist der Blick über den Tellerrand, der neue Perspektiven zulässt, aber auch Mut verlangt, Neues zu wagen. Um diesen Weg einzuschlagen, braucht es ein gemeinsames Verständnis für die Chancen, die mit einer solchen Partnerschaft wachsen. Wir alle wissen, dass sich die Gesellschaft, der Markt, die Branche dynamisch verändern. In den Bereichen Regulierung, Produkt- und Dienstleistungen, Digitalisierung, Vertrieb und Servicierung und die Customer Experience an sich. Genau da setzen wir an: Wir möchten nicht reagieren, wir möchten die Zukunft aktiv mitgestalten. Erst wenn wir unser Wissen, unsere Erfahrungen teilen, lassen wir Innovationen zu.

Die Merkur Versicherung ist vor allem als Krankenversicherer bekannt, die Bayerische als Lebensversicherer. Wie kommt das zusammen?

MG: Das passt aus unserer Sicht hervorragend zusammen. In Österreich gibt es, anders als in Deutschland, keine private Krankenvollversicherung. Es existieren aber, wie in Deutschland, Krankenzusatzversicherungen – ein Feld, auf dem die Merkur Pionier ist, welches aber auch die Bayerische mit einigen Krankenzusatztarifen bedient. Hier haben wir demnach eine Übereinstimmung. Darüber hinaus weitet die Merkur Kompetenz und Angebot kontinuierlich aus, etwa durch die Übernahme der österreichischen Tochter der Nürnberger, die das Angebot um den Bereich BU erweitert. Wenn man also genau hinsieht, bewegen sich beide Häuser hin zu einem breiteren Angebot an Versicherungsprodukten. Dies und vor allem auch die Art, wie sowohl die Merkur als auch die Bayerische diese Weiterentwicklung betreiben – dynamisch, agil, mit schlanken Entscheidungsstrukturen – sind Gemeinsamkeiten, die zueinander passen.

IH: Das kann ich nur unterstreichen. Es kommen zwei Unternehmen zusammen, die ihre Stärken für das Gemeinsame einbringen. Wir als Spezialist im Bereich der privaten Krankenversicherung, hier liegt unsere DNA, die Bayerische in der Lebensversicherung, in der Vorsorge, in der Veranlagung. Und mit der kürzlich erfolgten Übernahme der Nürnberger Versicherung Österreich haben wir das Thema der Lebensversicherung in Kombination mit den Bereichen Gesundheit und biometrische Risiken auch in unsere Strategie integriert. Wir sind auf dem Weg zur Personenversicherung. Und an diesem Punkt wird die Partnerschaft mit der Bayerischen so wertvoll und zukunftsstark. Denn diese Puzzleteile zusammen ergeben für uns beide ein großes Bild, das in alle Richtungen wirkt und vor allem Zukunftsprojekte ermöglicht, die alleine nicht umsetzbar wären. Wir verbinden das Beste aus zwei Welten.