Woran liegt’s?
Genau wie in der gesetzlichen Krankenversicherung gebe es in der PKV einen dauerhaften starken Anstieg der medizinischen Leistungsausgaben, und zwar in allen Bereichen: ambulant, stationär und Zahn. Ein großer Kostentreiber sei laut PKV-Verband nach wie vor der Krankenhausbereich. Für allgemeine Krankenhausleistungen musste die PKV 2025 fast 7,5% mehr zahlen als im Vorjahr. Welche Faktoren zu den Kostensteigerungen im stationären Bereich beigetragen haben, ist im Einzelnen noch nicht bekannt.
Bei den ambulanten Leistungen war 2025 eine ähnliche Entwicklung zu sehen: Die Ausgaben für Arzneimittel stiegen um rund 8%, für Heilmittel wie Physio- oder Ergotherapie um mehr als 6,6%. Bei ambulanten Arztbehandlungen, die einen großen Anteil an den Leistungsausgaben der PKV haben, gab es einen Kostenanstieg von 6%. Das sind die Änderungswerte für die gesamte Branche gesehen; bei den einzelnen Versicherungsunternehmen und den einzelnen Tarifen können sie durchaus abweichen, so der PKV-Verband.
Die Kosten werden im Gesundheitswesen auch in Zukunft steigen, durch neue Behandlungsmethoden, Preissteigerungen oder höhere Personalkosten. Das werde auch Einfluss auf die Beitragsentwicklung der PKV haben. Jedoch könne man die Kostensteigerungen der PKV ohne Vergleichsdaten, wie sich die Beiträge der GKV im selben Zeitraum entwickeln, nicht einordnen. In der Vergangenheit verliefen die Beitragsentwicklungen allerdings ähnlich, heißt es vom PKV-Verband. (mki)
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