Teilrating Sicherheit
Die Sicherheitskennzahlen sind solide, erklären die Analysten. Die Solvency-II-Quoten bewegen sich bei allen Unternehmen deutlich über den regulatorisch erforderlichen 100%. Gleichzeitig sorgen gestiegene Leistungsausgaben für geringere Zuführungen, und höhere Entnahmen aus der RfB werden unter anderem genutzt, um Beitragsanpassungen abzumildern.
Die Bewertungsreserven zeigen eine etwas schwächere Entwicklung als in den Vorjahren, der durchschnittliche Wert liegt bei -4,1%. Im Marktdurchschnitt überwiegen weiterhin stille Lasten, aber einzelne Versicherer verfügen jedoch auch wieder über positive Reserven.
Insgesamt erreichen im Teilrating Sicherheit 16 Unternehmen, also mehr als die Hälfte, die Bestnote von fünf Sternen. Damit bleibt die finanzielle Stabilität eine besondere Stärke der PKV, so MORGEN & MORGEN.
Sieben Unternehmen erhalten im Gesamtrating Höchstbewertung
Die Teilratings fließen mit unterschiedlichen Gewichtungen ins Gesamtrating ein: Die Teilratings Erfolg und Sicherheit mit jeweils 45%, Bestand mit 10%.
Insgesamt erreichen sieben Unternehmen die Höchstbewertung. Damit ist die Anzahl der Versicherer, die fünf Sterne erreichen kann, leicht unter der vom Vorjahr, als neun Unternehmen die Bestbewertung erhielten. Die Anzahl der Vier-Sterne-Bewertungen steigt dagegen von 12 auf 15, sechs Unternehmen erhalten drei Sterne, zwei bekommen zwei Sterne. Eine Ein-Stern-Bewertung erhält kein Unternehmen (siehe Grafik).
Fünf Sterne erhalten (in alphabetischer Reihenfolge): Allianz, Alte Oldenburger, LVM, R+V, SIGNAL IDUNA, uniVersa und VGH Provinzial.
Die 15 Unternehmen, die vier Sterne erhalten, sind die folgenden: ARAG, AXA, Barmenia, Continentale, Debeka, DEVK, DKV, Generali, Gothaer, Hallesche, HanseMerkur, INTER, LKH, Mecklenburgische sowie die Württembergische.
Wie geht es weiter in der PKV?
Die Entwicklung der Leistungsausgaben bleibt auch für die kommenden Jahre entscheidend. Medizinischer Fortschritt, allgemeine Kostensteigerung im Gesundheitswesen sowie zusätzliche Belastungen wie der geplante GOÄ-Fortschritt könnten den Druck weiter erhöhen, heißt es von den Analysten. Von den Auswirkungen werden wahrscheinlich auch Kunden nicht verschont bleiben: „Sollte sich der Trend steigender Leistungsausgaben fortsetzen, wird sich das auch künftig in den Unternehmenskennzahlen widerspiegeln und weitere Beitragsanpassungen wahrscheinlicher machen“, resümiert Saal. (js)
Die gesamten Ergebnisse des Ratings können auf der Website von MORGEN & MORGEN eingesehen werden.
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