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23. September 2021
Provision und Co.: Das können Makler von den Parteien erwarten
Logos of the biggest German political parties (CDU CSU, SPD, Die Grünen, FDP, Die Linke, AfD) running for the Bundestag election on a heap on a table. Copy space.

Provision und Co.: Das können Makler von den Parteien erwarten

Linkspartei, Grüne und SPD möchten die Provisionsvergütung abschaffen oder zumindest deckeln. Im bürgerlichen Lager ist man zurückhaltender. Das zeigen die Wahlprüfsteine des AfW. In ihren Antworten legen die Parteien auch ihre Positionen zu den Themen Aufsichtswechsel, Regulierung und Altersvorsorge dar.

Der AfW hat wenige Tage vor der Bundestagswahl die Antworten der Parteien auf relevante Fragen der Branche vorgelegt. Der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW hatte sich dazu entschlossen, den Parteien die sogenannten Wahlprüfsteine am Ende der Einreichungsfrist vorzulegen, um möglichst aktuelle Antworten zu erhalten.

Sechs Fragen zu bedeutenden Themen

Die sechs Fragen an die im Bundestag vertretenen Parteien, mit denen eine Regierungskoalition möglich erscheint, drehen sich um die Themen Vergütungssysteme, Aufsichtswechsel auf die BaFin, Regulierungsmaßnahmen, private Altersvorsorge und politische Äußerungen durch BaFin-Vertreter.

Bürgerliches Lager will an Vergütungssystemen festhalten

Unter den für die Branche besonders wichtigen Themen spaltet gerade das Thema Provisionsvergütung das politische Spektrum, wie die Antworten der Parteien beweisen. Sowohl CDU/CSU als auch die FDP sehen keine Notwendigkeit, an dem bisherigen Nebeneinander von Provisionen und Honorar etwas zu ändern.

Von Deckelung bis Provisionsverbot

Die SPD hingegen möchte „überhöhte Provisionen“ deckeln – ein generelles Provisionsverbot lehnen aber auch die Sozialdemokraten ab. Die Grünen möchten einen schrittweisen Übergang von der Provisions- zur Honorarberatung und für diese Transition einen „planbaren und angemessenen Übergangszeitraum“ festlegen. Entschieden für ein Ende der Provisionsvergütung spricht sich nur die Linkspartei aus. Und selbst die Linken können sich eine zeitlich eng begrenzte Übergangsfrist vorstellen, während der weiterhin Provisionsvergütungsmodelle angeboten werden dürften.

Vereinheitlichung der Aufsicht

In Bezug auf die BaFin-Aufsicht für Vermittler äußert sich die FDP am deutlichsten ablehnend. CDU/CSU möchten zumindest die 34f-Aufsicht in den Ländern vereinheitlichen (IHK oder Gewerbeämter), dafür aber auch Gespräche mit IHK und BaFin führen. Die Grünen, die Linke sowie die SPD möchten die Vermittler unter die Aufsicht der BaFin stellen.

Die vollständigen Antworten der Parteien auf die Fragen des AfW sind hier auf der Website des Verbands zu finden. (tku)

Bild: © Andreas Prott – stock.adobe.com