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7. August 2019
Rat in Finanzfragen: Mehr Vertrauen in Online-Portale als in Berater
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Rat in Finanzfragen: Mehr Vertrauen in Online-Portale als in Berater

Beim Thema Finanzen und Versicherungen vertraut die große Mehrheit vor allem dem Rat von Familie oder Freunden. Sechs von 10 Deutschen halten Online-Vergleichsportale für vertrauenswürdig. Demgegenüber schneiden Bankberater und Versicherungsvertreter in der Vertrauensskala weniger gut ab.

Bei Fragen rund ums Geld holen sich die Bundesbürger Rat insbesondere von der eigenen Familie und Freunden. So gaben 94% an, in Finanzdingen wie Geldanlage oder Versicherungen auf den Rat von Freunden und der eigenen Familie zu vertrauen. Dies geht aus einer Befragung des Digitalverbands Bitkom hervor. Befragt wurden die Bundesbürger dazu, für wie vertrauenswürdig sie verschiedene Angebote halten. Voraussetzung war, dass sich die Befragten eine Beurteilung selbst zutrauen, weil sie die Angebote kennen.

Nach Familie und Freunden kommen Online-Portale

Auf Rang 2 und 2 folgen Online-Vergleichsportale wie Verivox oder Check24 und Online-Verbraucherportale. Laut Umfrage geben jeweils sechs von zehn Bundesbürgern an (59%), sich auf solchen Plattformen Rat zu holen. Mit 47% hält fast jeder Zweite den Rate von Online-Fachforen, Blogs oder Podcasts für vertrauenswürdig. „Online-Angebote ermöglichen die gleichermaßen umfassende wie schnelle Information, etwa beim Vergleich von Konditionen verschiedener Anbieter. Dabei kann sich der Nutzer Zeit lassen, die Angebote zu prüfen und bei Bedarf auch tiefer in Details einsteigen“, erklärt Bitkom-Finanzexperte Julian Grigo. In der Praxis würden die Informationen auch häufig abgerufen, bevor der Kontakt mit einem menschlichen Berater gesucht werde.

Bankberater vor Versicherungsvertreter

Bankberater und Versicherungsvertreter kommen schlechter weg. So schätzt nur jeder Dritte (34%) den Bankberater in Finanzfragen als vertrauenswürdig ein. Dem Rat des Versicherungsvertreters vertraut sogar lediglich ein Viertel der Bundesbürger (24%). Noch vor den menschlichen Beratern rangieren in der Vertrauensskala Finanzratschläge aus der Zeitung oder von Verbrauchersendungen in Radio oder Fernsehen. 44% der Befragten halten diese Quellen für vertrauenswürdig. 30% setzen außerdem auf den Rat ihrer Kontakte in sozialen Netzwerken. „Banken und Versicherungen stehen vor der Herausforderung, ihre Produkte und Dienstleistungen transparent zu gestalten und sie auf neuen Wegen zum Kunden zu bringen,“ so Grigo. (tk)

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