Jeder fünfte Versicherte nutzte im vergangenen Jahr seine Rechtsschutzversicherung. Dies zeigen Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). „Insgesamt kamen im Jahr 2025 auf rund 26,2 Millionen Versicherungsverträge 5,1 Millionen Schadenfälle. Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, nutzt diese also auch”, erklärt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV. ”Damit sichern die Rechtsschutzversicherer den Zugang zum Recht und sorgen dafür, dass nicht die Angst vor hohen Kosten darüber entscheidet, ob jemand seine Rechte wahrnimmt.”
Die Entwicklung zeigt sich über einen längeren Zeitraum. In den vergangenen zehn Jahren ist die Anzahl der Verträge um 20% (2015: 21,8 Millionen Verträge) gewachsen. Die Zahl der Leistungsfälle ist im selben Zeitraum sogar um 28% gestiegen (2015: 4 Millionen Leistungsfälle). Rund 60% der Haushalte in Deutschland haben eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen. 2025 betrugen die Leistungsaufwände der Rechtsschutzversicherer insgesamt 4,1 Mrd. Euro. Bezahlt wurden davon vor allem Anwaltskosten.
Die Rechtsschutzversicherung sichert die Kosten eines Rechtsstreits ab. Übernommen werden nicht nur Anwalts- und Gerichtskosten, sondern unter anderem auch Kosten für Sachverständige. Absichern lassen sich unterschiedliche Rechtsbereiche wie Miet-, Verkehrs- oder Arbeitsrecht. Auch wenn ein Verfahren wenig Aussicht auf Erfolg hat, schließt dass die Kostenübernahme nicht automatisch aus. Weniger als 0,3% der Deckungsanfragen wurden 2025 laut GDV wegen fehlender Erfolgsaussichten abgelehnt. (tik)
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