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11. September 2026
Reicht die Vorsorge? DAV bietet Rechner zur Lebenserwartung
Reicht die Vorsorge? DAV bietet Rechner zur Lebenserwartung

Reicht die Vorsorge? DAV bietet Rechner zur Lebenserwartung

Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) stellt einen Rechner bereit, mit dem Nutzer ihre statistische Lebenserwartung ermitteln können. Das Tool soll Orientierung bei der Lebensplanung geben und bei der Einschätzung unterstützen, ob beispielsweise die finanzielle Vorsorge ausreichend ist.

Die Menschen in Deutschland werden immer älter, was wiederum die Vorstellungen von Lebensplanung, Altersvorsorge und sozialer Sicherung verändert. Mit einem eigenen Lebenserwartungsrechner macht die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) e.V. ihre versicherungsmathematischen Modelle nun direkt zugänglich. Mit dem Tool lässt sich in wenigen Sekunden die statistische Lebenserwartung berechnen, um eine Orientierung für die eigene Lebensplanung zu bekommen.

„Fundierte Entscheidungen auch für die eigene Lebensplanung beginnen mit einem realistischen Verständnis für die Bandbreite, in der die persönliche Lebensdauer liegen kann“, erklärt Dr. Volker Priebe, Vorsitzender des Ausschusses Leben und Vorstand der DAV.

Orientierung unter anderem für die Altersvorsorge

Vielen Menschen falle es schwer, ihre eigene Lebensdauer realistisch einzuschätzen. „Viele Menschen orientieren sich an den Lebensaltern der Generationen ihrer Eltern oder Großeltern“, so Dr. Priebe. „Weil aber die Lebenserwartung in Deutschland seit vielen Jahren steigt, wird dadurch unterschätzt, wie lange finanzielle Vorsorge für das Alter tatsächlich reichen muss.“ 

Zudem wird laut Dr. Priebe die statistische Lebenserwartung häufig mit einer individuellen Vorhersage verwechselt. Sie sei jedoch ein Durchschnittswert auf Basis des erreichten Alters und verbleibender Lebensdauer. Die individuelle Lebensdauer ist von zahlreichen Faktoren abhängig und kann deutlich vom statistischen Durchschnittswert abweichen.

Wie die Aktuarvereinigung weiter mitteilt, berücksichtigt die dem Rechner zugrunde liegende Generationensterbetafel, dass die Lebenserwartung zukünftiger Jahrgänge aufgrund medizinischer Fortschritte und verbesserter Lebensbedingungen weiter steigen kann. Der Rechner veranschaulicht die statistische Lebenserwartung nach Alter und Geschlecht. Er übersetze Daten und Wahrscheinlichkeiten in verständliche Informationen und unterstütze so eine fundierte Planung, so Dr. Priebe. (tik)

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