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11. September 2026
ChatGPT wird zur Werbeplattform: Was bedeutet das für Makler?

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ChatGPT wird Werbeplattform: Was bedeutet das für Makler?

ChatGPT wird zur Werbeplattform: Was bedeutet das für Makler?

Leona Spauszus ist Trainerin und Speakerin für künstliche Intelligenz im Versicherungsvertrieb. Als KI-Pionierin zeigt sie, wie KI den Arbeitsalltag von Vermittlern und Führungskräften im Vertrieb effizienter macht. Für AssCompact gibt sie in ihrer KI-Kolumne praxisnahe KI-Tipps speziell für Makler.

Werbung bei Google, Facebook oder Instagram gehört für viele Unternehmen längst zum Alltag. Nun gibt es einen neuen Werbekanal: ChatGPT. Unternehmen können dort Anzeigen schalten, die passend zu einer Unterhaltung erscheinen. Für Versicherungsmakler ist das spannend. Denn viele Menschen nutzen ChatGPT inzwischen nicht mehr nur, um einzelne Informationen zu suchen. Sie schildern ihre persönliche Situation, stellen Rückfragen und lassen sich bei Entscheidungen unterstützen.

So sieht Werbung in ChatGPT aus

Die Anzeigen erscheinen unterhalb einer Antwort von ChatGPT. Dort sieht der Nutzer eine kleine Werbekarte mit einem Logo, einem kurzen Text, einem Bild und einem Link. Die Werbung wird klar als gesponserter Inhalt gekennzeichnet. Sie ist also sichtbar von der eigentlichen Antwort getrennt. Außerdem soll eine Anzeige keinen Einfluss darauf haben, was ChatGPT antwortet.Ein Unternehmen kann sich damit nicht in die Antwort von ChatGPT einkaufen.

Wichtig: Nur weil ein Makler eine Anzeige schaltet, wird er nicht automatisch von ChatGPT empfohlen. Die bezahlte Anzeige erscheint lediglich passend zum jeweiligen Gespräch unterhalb der Antwort.

Für Makler entstehen damit zwei unterschiedliche Möglichkeiten, in ChatGPT sichtbar zu werden. Sie können innerhalb einer Antwort als Experte oder Quelle genannt werden. Zusätzlich können sie mit einer bezahlten Anzeige auf sich aufmerksam machen.

ChatGPT Ads funktionieren nicht wie Google Ads

Bei Google Ads dreht sich viel um die passenden Suchbegriffe. Ein Versicherungsmakler überlegt beispielsweise, ob potenzielle Kunden nach „Berufsunfähigkeitsversicherung Selbstständige“ oder „Gewerbeversicherung Onlineshop“ suchen. Bei ChatGPT funktioniert das etwas anders. Dort geht es weniger um einzelne Wörter und stärker um die Situation, die ein Nutzer beschreibt.

Ein Nutzer schreibt vielleicht: „Ich habe mich gerade selbstständig gemacht und frage mich, wie ich meine Familie absichern kann, wenn ich länger krank werde.“ Oder: „Ich eröffne einen Onlineshop und weiß nicht, welche Versicherungen ich wirklich brauche.“ Eine Anzeige könnte genau dann erscheinen, wenn sie zu diesem Gespräch passt. Der Werbetreibende beschreibt dafür, bei welchen Fragen, Themen und Situationen seine Anzeige hilfreich sein könnte. Diese Beschreibungen nennt OpenAI Context Hints.

Einfach gesagt: Nicht nur das eingegebene Wort ist wichtig. Entscheidend ist, worüber der Nutzer gerade mit ChatGPT spricht.