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Riester-Förderung kommt bei Menschen mit niedrigem Einkommen an
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Riester-Förderung kommt bei Menschen mit niedrigem Einkommen an

Die Riester-Förderung werde beinahe zu zwei Dritteln von Menschen mit unterdurchschnittlichem Einkommen in Anspruch genommen. Insgesamt seien fast 23 Mrd. Euro an Zulagen auf Riester-Verträge überwiesen worden. Das berichtete in dieser Woche die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA).

Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA), eine Organisationseinheit der Deutschen Rentenversicherung Bund, hat diese Woche anlässlich ihrer Vertreterversammlung einige Zahlen zur Riester-Förderung bekannt gegeben. Demnach seien seit 2003 von der ZfA mehr als 22,9 Mrd. Euro an Zulagen auf Riester-Verträge überwiesen worden.

Für das Beitragsjahr 2012, für das jetzt vollständige Ergebnisse vorliegen, seien rund 10,8 Millionen Personen durch Zulagen bzw. einen möglichen steuerlichen Sonderausgabenabzug gefördert worden, heißt es vonseiten der ZfA. Dabei werde die Riester-Förderung zu einem großen Teil von Menschen mit unterdurchschnittlichen Einkommen in Anspruch genommen. So hätten über 63% der Zulagenempfänger ein Einkommen von unter 30.000 Euro, fast 25% von ihnen sogar nur ein Einkommen von weniger als 10.000 Euro im Jahr.

Die Mehrheit der Zulagenempfänger habe die Zulage in vollem Umfang oder zu 90% ausgeschöpft, sagte Christian Amsinck, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Rentenversicherung Bund. Für das Beitragsjahr 2012 habe der Anteil bei über 62% gelegen. Bei den Zulagenempfängern, für die neben der Grundzulage auch eine Kinderzulage für mindestens ein Kind beantragt wurde, liege dieser Anteil nach Amsincks Worten bei etwa drei Viertel.

Die Zulagenquote, die ausweist, welchen Anteil die Zulagen an den Einzahlungen auf einen Riester-Vertrag im Durchschnitt ausmachen, habe bei 35% gelegen. Bei Frauen sei die Zulagenquote dabei mit fast 45% in etwa doppelt so hoch wie bei Männern mit über 22%. (bh)