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R+V Versicherung hebt Potentiale im Genossenschaftsverbund
14. April 2019

R+V Versicherung hebt Potentiale im Genossenschaftsverbund

Die R+V Versicherung konnte 2018 ihre Geschäftsbereiche weiter ausbauen. Vertriebsmotor waren die Volks- und Raiffeisenbanken. Ein digitaler Versicherungsmanager soll das Potential innerhalb der Finanzgruppe weiter heben. Die Position im Maklermarkt soll gehalten und ausgebaut werden.


Die R+V Versicherung konnte 2018 ihre Geschäftsbereiche weiter ausbauen. Vertriebsmotor waren die Volks- und Raiffeisenbanken. Ein digitaler Versicherungsmanager soll das Potential innerhalb der Finanzgruppe weiter heben. Die Position im Maklermarkt soll gehalten und ausgebaut werden.


R+V Versicherung hebt Potentiale im Genossenschaftsverbund

Die genossenschaftlichen Werte sind die DNA der R+V Versicherung und Basis für das Wachstum, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Norbert Rollinger bei Bekanntgabe der Bilanzzahlen 2018. So haben sich im vergangenen Jahr 200.000 Neukunden für die R+V entschieden. Auch künftig setzt der Versicherer insbesondere auf die Raiffeisen- und Volksbanken mit ihrem Potenzial von mehr als 30 Millionen Kunden. Aktuell kommt das Lebengeschäft zu 85% von den Banken der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Im Bereich Kranken sind es um die 80%, im Kompositgeschäft beträgt der Anteil zwischen 40 und 45%.

Wie Vertriebsvorstand Jens Hasselbächer ausführt, steht die Integration der R+V-Lösungen in das Omnikanal-Angebot der Genossenschaftsbanken im Vordergrund. Wichtig bleibe daneben auch das Maklergeschäft, wo der Versicherer mit den entsprechenden Angeboten und Marken die erarbeitete Position halten und ausbauen wolle.

Einführung eines digitalen Versicherungsmanagers

Im Mai startet die R+V Versicherung einen digitalen Versicherungsmanager. Kunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken können dort ihre Versicherungsverträge einspielen, auch die von anderen Anbietern, und mobil in einer Anwendung verwalten. Die Technik dazu kommt vom InsurTech Friendsurance. Nutzer bekommen dabei auch Vorschläge, wie sie ihre Absicherung verbessern und an die aktuelle Lebenssituation anpassen können. Dafür analysiert die Software, die Zustimmung der Kunden vorausgesetzt, die Kontobewegungen im Onlinebanking. Der neue VR-Versicherungsmanager startet zunächst in sechs Pilotbanken und wird dann sukzessive auf weitere Genossenschaftsbanken ausgeweitet.

Alle Bereiche legten zu

Während der digitale Manager gerade startet und künftig das vorhandene Potential heben soll, fällt auch schon rückblickend auf das Jahr 2018 die Bilanz des Versicherers gut aus. Die Beitragseinnahmen der R+V sind im Vergleich zum Markt überdurchschnittlich gewachsen: Sie stiegen konzernweit um 5,2% und erreichten mit mehr als 16,1 Mrd. Euro einen neuen Höchststand.

Alle Geschäftsbereiche trugen zu dem Wachstum bei. In der Lebensversicherung stiegen die Beiträge um 1%. Der Vertragsbestand erhöhte sich um 1,4% auf 6,2 Millionen Verträge. Nachgefragt wurden insbesondere Lebensversicherungen mit neuartigen Garantiemodellen. Damit wird auch der Anteil der klassischen Lebensversicherung im Bestand kleiner. Ein Run-Off sei für die R+V aber kein Thema, bestätigte Lebenvorständin Claudia Andersch. Die starke Position als Nummer 2 am Markt wurde zudem in der betrieblichen Altersversorgung bestätigt.

In der Krankenversicherung gewann die R+V etwas mehr als 100.000 Kunden hinzu. Darunter auch etwa 500 neue Vollversicherte. Gesamt wuchs der Bereich bei den Beiträgen um 5,9%.

Das Plus von 5,1% im Segment Schaden und Unfallversicherung speist sich aus allen Bereichen. In der Kreditversicherung wurde ein starkes Wachstum verzeichnet, so dass der Marktanteil hier mittlerweile auf beinahe 25% kletterte. Auch im Kfz-Markt stieg die Anzahl der Verträge an, so dass nun rund 4,5 Millionen Fahrzeuge bei der R+V versichert sind.

Guter Jahresstart

In das Jahr 2019 ist der Wiesbadener Versicherer gut gestartet. Das Beitragsvolumen lag im ersten Quartal 2019 mit 4,9 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Für das Gesamtjahr peilt die R+V ein erneutes marktüberdurchschnittliches Wachstum an. Ein wichtiger Wachstumstreiber war in den ersten drei Monaten des Jahres die Schaden-/Unfallversicherung und hier insbesondere die Kfz-Versicherung, die unterm Strich 40.000 neue Kfz-Verträge hinzugewonnen hat. In der Lebensversicherung sind die laufenden Neubeiträge gegenüber dem Vorjahresquartal weiter stark um 12,3% auf 222 Mio. Euro gestiegen. Wie angestrebt kommt das Wachstum insbesondere durch den Vertrieb in den Volks- und Raiffeisenbanken. (bh)

Foto: Dr. Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung, bei der Bilanzpressekonferenz am 10.04.2019 am Unternehmenssitz in Wiesbaden.




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