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29. September 2026
Schwedischer Großmakler übernimmt Invers-Gruppe
Schwedischer Großmakler übernimmt Invers-Gruppe

Schwedischer Großmakler übernimmt Invers-Gruppe

Das Maklerhaus Max Matthiessen aus Schweden plant eine Mehrheitsbeteiligung der Leipziger Invers-Gruppe. Das haben beide Unternehmen bereits in einer gemeinsamen Pressemitteilung verkündet. Primär will die Invers-Gruppe ihren Vermittlern sichere Lösungen für ihre Kundenbestände bieten.

Bewegung am deutschen Maklermarkt – und zwar von international. Das schwedische Maklerhaus Max Matthiessen, bei dem bereits im April bekannt wurde, dass es weiter in den deutschen Markt vorstoßen will, steigt bei der Leipziger Invers-Gruppe ein. Beide Unternehmen haben hierzu eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht. Hinter Max Matthiessen stecken die Investoren Nordic Capital aus Schweden und der kanadische Pensionsfonds „Ontario Teachers‘ Pension Plan“. Bei der Invers-Gruppe handelt es sich um einen inhabergeführten Allfinanz-Pool mit Schwerpunkt im Versicherungsgeschäft. Laut der AssCompact Trendstudie „Play-offs im Markt der Maklerpools und -verbünde“ verfügt die Invers-Gruppe allerdings auch über 17% Geschäftsanteile im Non-Insurance, also Investment-Bereich.

Das sind die Pläne

In der gemeinsamen Mitteilung der Unternehmen heißt es, dass sich der Vermittlermarkt in einem Generationenwechsel befinde, da viele erfahrene Vermittler langfristige Lösungen für ihre Kundenbestände suchen würden. Durch Invers würde Max Matthiessen Zugang zu einem etablierten Netzwerk unabhängiger Vermittler sowie zu einer Plattform für den Erwerb von Kundenbeständen im deutschen Markt erhalten. Deutschland zähle zu den größten Versicherungsmärkten Europas, so die Pressemitteilung.

Invers-CEO Michael Buth betont, dass man von Max Matthiessen als richtigem Partner überzeugt sei. „Gemeinsam können wir Vermittlern eine sichere Lösung für ihre Kundenbestände bieten - auch für diejenigen, die weiterhin aktiv im Geschäft bleiben möchten.

Invers plant Übernahme größerer Maklerbestände

Das Branchenmedium expertenReport hat noch wietere Infos zu der Transaktion gesammelt. Unter Berufung auf Invers heißt es dort, dass Max Matthiessens Einstieg ausdrücklich mit den Veränderungen im Maklermarkt und dem zunehmenden Bedarf an Nachfolgelösungen zu tun habe, da immer mehr Vermittler ihren Bestand in andere Hände geben wollten. Allerdings würden solche Bestandsübernahmen Kapital und „erhebliche personelle Ressourcen“ verlangen. Ein mittelständischer Pool könne diese nur begrenzt bereitstellen. Invers plane, Bestände in „bislang nicht möglichen Größenordnungen zu übernehmen“, heißt es beim expertenReport.

Weiterhin wolle Invers künftig auch Beteiligungen an Maklerpartnern ermöglichen, die ihr Unternehmen nicht abgeben, sondern weiterarbeiten möchten.

Auch solle die Unabhängigkeit von Produktgebern durch die neue Eigentümerstruktur nicht verändert werden, da es sich bei Max Matthiessen selbst um einen Makler handle und keinen Produktgeber.

Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Zustimmung

Noch ist die Übernahme nicht fix, sondern wartet auf die Zustimmung des Kartellamts. Max Matthiessen würde dann eine Mehrheitsbeteiligung an der Invers-Gruppe erwerben. Zu der Gruppe gehören die Invers Versicherungsvermittlungsgesellschaft mbH, die Patronus GmbH und die FairFiMa GmbH. (mki)