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26. Mai 2021
So arbeiten nachhaltigkeitsaffine Versicherungsmakler

So arbeiten nachhaltigkeitsaffine Versicherungsmakler

Nachhaltigkeitsaffine Makler vermitteln einer aktuellen Umfrage zufolge bereits heute mehr nachhaltige Produkte an ihren Kundenkreis, der überwiegend ebenfalls sehr an der Thematik interessiert ist, als nicht-affine Makler. Außerdem haben sie sich mehr rund um die Nachhaltigkeit weitergebildet als ihre nicht-affinen Kollegen.

Am Trendthema „Nachhaltigkeit“ kommt in der Finanz- und Versicherungsbranche inzwischen niemand mehr vorbei. Und dies gilt nicht erst seit der Offenlegungsverordnung, die am 10.03.2021 in Kraft getreten ist und auch Finanzberater und Versicherungsvermittler mit mehr als drei Mitarbeitern betrifft, die in diesem Segment tätig sind.

ESG-Kriterien gewinnen auch in der Bevölkerung immer mehr an Bedeutung. Insgesamt zwei Drittel der Bevölkerung im Alter von 16 bis 70 Jahren würden grundsätzlich eher einem Versicherer den Vorzug geben, der für Nachhaltigkeit steht, so die Nachhaltigkeitsstudie 2020 der Forschungsgruppe g/d/p. Inwieweit das Thema Nachhaltigkeit auch in den Köpfen und im Arbeitsalltag der Versicherungsmakler angekommen ist, hat die Forschungsgruppe in einer eigenen Maklerumfrage beleuchtet.

Nachhaltigkeitsaffine Makler vor allem in Leben/Rente, Investment/Fonds und Kranken

Demnach hat über die Hälfte der befragten Vermittler verstärkt Interesse an der Nachhaltigkeitsthematik, ist also nachhaltigkeitsaffin. Die Forschungsgruppe hat in Kooperation mit MRTK Marketing Research Team Kieseler in Telefonbefragungen nachgehakt, worin sich die affinen von den nicht-affinen Maklern konkret unterscheiden. Die Ergebnisse: Nachhaltigkeitsaffine Makler sind eher in den Spartenschwerpunkten Leben/Rente, Investment/Fonds und Kranken zu finden. Über die Hälfte der nachhaltigkeitsaffinen Makler vermittelt bereits jetzt häufiger nachhaltige Versicherungsprodukte und Kapitalanlagen. Außerdem hat die Mehrheit der affinen Makler im letzten halben Jahr an durchschnittlich vier Schulungen zum Thema Nachhaltigkeit teilgenommen. Bei den nicht-nachhaltigkeitsaffinen Maklern war es im selben Zeitraum durchschnittlich nur eine Schulung rund um diese Thematik.

Kundenkreis der nachhaltigkeitsaffinen Makler ist selbst sehr am Thema interessiert

Aber auch was ihren Kundenkreis bzw. die Sicht auf ihre Kunden betrifft, gibt es der Umfrage zufolge deutliche Unterschiede zwischen den affinen und den nicht-affinen Maklern: Knapp zwei Drittel der nachhaltigkeitsaffinen Makler sehen das Nachhaltigkeitsinteresse auch bei ihren Kunden. Von den nicht-affinen Maklern ist demgegenüber lediglich ein knappes Viertel der Meinung, nachhaltige Versicherungsprodukte und Kapitalanlagen seien für ihren Kundenkreis sehr oder eher interessant. Und: unter den nachhaltigkeitsaffinen Maklern hat über ein Drittel jüngst ein Ansteigen des Interesses der eigenen Kunden an nachhaltigen Produkten wahrgenommen. Bei den nicht-affinen Maklern haben hingegen nur 6% diese Beobachtung gemacht.

Kunden schätzen nachhaltige Produkte teurer ein

Über die Hälfte der Makler insgesamt ist der Ansicht, dass ihre Kunden nachhaltige Versicherungsprodukte und Fonds teurer einschätzen als herkömmliche Produkte. Aber nahezu zwei Fünftel der nachhaltigkeitsaffinen Makler gibt an, dass ihr Kundenkreis auch bereit sei, für nachhaltige Produkte mehr Geld zu bezahlen. Von den nicht-affinen Maklern kann das nur ein knappes Fünftel sagen.

Maklermeinung: Versicherer sollten sich nachhaltig positionieren

Unabhängig von der eigenen Arbeitseinstellung und dem eigenen Kundenkreis hält die überwiegende Mehrheit aller befragten Makler eine nachhaltige Positionierung der Versicherungsunternehmen für sehr oder eher wichtig. Wie nachhaltig sich die einzelnen Unternehmen 2021 aus Maklersicht positionieren, soll daher unter anderem Gegenstand einer neuen Auflage der MRTK-Studie „Nachhaltige Versicherungen und Investments im Maklermarkt 2021“ sein, die laut den Studienautoren im Sommer erhoben wird.

Zu den Ergebnissen der Maklerbefragung Nachhaltigkeit geht es hier.

Bild: © Alexander Limbach – stock.adobe.com