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13. August 2026
So bereiten sich Finanz- und Versicherungsbranche aufs AV-Depot vor

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So bereiten sich Finanz- und Versicherungsbranche aufs AV-Depot vor

So bereiten sich Finanz- und Versicherungsbranche aufs AV-Depot vor

Aktive Fonds nach wie vor im Fokus

 

So bereiten sich Finanz- und Versicherungsbranche aufs AV-Depot vor

 

Bei den Anlagemöglichkeiten für Nicht-Standardprodukte gibt es kein reines ETF-Bild, wie das IVFP feststellt. Von 29 antwortenden Unternehmen planen 62% ETFs und 59% aktive Investmentfonds. Gemanagte Portfoliolösungen werden von 41% genannt, während ELTIFs mit nur 3% bislang eine untergeordnete Rolle spielen. Knapp ein Viertel kann noch keine konkrete Angabe machen. Auch hier waren Mehrfachnennungen möglich.

Die Ergebnisse sprechen für eine breite Anlagewelt. Passive und aktive Ansätze dürften nebeneinanderstehen, während gemanagte Lösungen vor allem für Anbieter relevant sind, die den Auswahlprozess stärker strukturieren oder vorgeben wollen.

Manches fehlt noch

Operativ müssen die Produktgeber noch einiges liefern. Von 34 antwortenden Unternehmen rechnet knapp die Hälfte erst zu einem späteren Zeitpunkt mit Produktunterlagen oder einem ersten Entwurf, ein gutes Drittel im September oder Oktober. 15% nennen Juli oder August, 3% Mai oder Juni. Viele Angebote befanden sich zum Befragungszeitpunkt somit noch in der Entwicklung.

Bei der Softwareunterstützung dominieren Berechnungsaufgaben. Alle 24 antwortenden Unternehmen sehen eine Leistungsprojektion für unterschiedliche Auszahlungsvarianten vor. 96% planen eine Berechnung der Förderquote, 88% einen Riester-Abgleich. Robo-Advisor zur Selbstberatung werden von 42%, Tools zur Portfolioallokation von 38% vorgesehen. Die Lösungen sollen je nach Funktion selbst entwickelt oder über externe Partner bereitgestellt werden.

Bei der Zulagensystematik plant etwas mehr als die Hälfte eine eigene technische Umsetzung mit der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) und etwa ein Drittel eine Partnerlösung. Unter den antwortenden Lebensversicherern setzen 62% auf eine eigene Lösung und 19% auf einen Partner. Bei Kreditinstituten, Fondsanbietern und Neobrokern sind es 36 bzw. 64%.

Bei standardisierten digitalen Schnittstellen für Berechnungen oder Vertragsabschlüsse zeigt sich ein gemischtes Bild, wie die Umfrage ergibt. Von 28 antwortenden Unternehmen entwickeln 36% bereits eine Schnittstelle mit geplanter Einführung bis 2027, weitere 11% planen eine spätere Einführung. 7% sehen keine Schnittstelle vor, 46% können noch keine Angabe machen. Die technische Integration dürfte damit zu einem wichtigen Differenzierungsmerkmal werden.

Fazit: Ein Markt mit unterschiedlichen Startpositionen

Das IVFP resümiert, dass die Umfrage eine hohe Angebotsbereitschaft zeige, jedoch unterschiedliche Wege in den neuen Markt. Das garantiefreie AV-Depot gehört in allen Segmenten zum Kern der Planungen. Lebensversicherer ergänzen es häufiger um Garantieprodukte, während Banken, Fondsanbieter und Neobroker stärker auf Kooperationen setzen. Der Markt entscheidet sich nicht zwischen digital und Beratung, sondern für hybride Vertriebsmodelle. Zentrale operative Fragen sind vielerorts noch nicht abschließend geklärt.

In der Befragung wurden noch andere Aspekte wie Abschluss- und Vertriebswege oder die Übertragung bestehender Riester-Guthaben abgefragt. Die vollständige Auswertung gibt es auf der Website des IVFP. (mki)