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So (in)stabil entwickeln sich die deutschen Einkommen in der Krise
29. September 2020

So (in)stabil entwickeln sich die deutschen Einkommen in der Krise

Das Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE, Nielsen-Frankfurt und der Lehrstuhl für Finanzen und Ökonomie der Goethe-Universität Frankfurt haben die aktuelle Ausgabe des Haushaltskrisenbarometers veröffentlicht. Es zeigt, wie sich die Corona-Krise bisher auf die Einkommen deutscher Haushalte ausgewirkt hat.


Das Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE, Nielsen-Frankfurt und der Lehrstuhl für Finanzen und Ökonomie der Goethe-Universität Frankfurt haben die aktuelle Ausgabe des Haushaltskrisenbarometers veröffentlicht. Es zeigt, wie sich die Corona-Krise bisher auf die Einkommen deutscher Haushalte ausgewirkt hat.


So (in)stabil entwickeln sich die deutschen Einkommen in der Krise

Ein halbes Jahr nach Ausbreitung des Coronavirus bleiben die meisten Haushalte in Deutschland von finanziellen Einbußen verschont. Einkommensverluste treffen weiterhin vor allem Selbstständige und bestimmte Branchen. Das sind die Kernergebnisse des Haushaltskrisenbarometers. „Für den Großteil der Menschen hat sich die Situation in den vergangenen sechs Monaten seit Beginn der Umfrage nicht weiter verschlechtert, sondern teils sogar wieder verbessert. Die Haushalte, die tatsächlich nach wie vor mit weniger Einnahmen auskommen müssen, befinden sich schon seit Ende März in dieser Lage“, kommentiert Roman Inderst, Professor für Finanzen und Ökonomie an der Goethe-Universität Frankfurt.

Acht von zehn Haushalten verschont

83% der 10.800 Haushalte, die an der Erhebungswelle zum Haushaltskrisenbarometer Anfang September 2020 teilgenommen haben, sind bisher von Einkommenseinbußen verschont geblieben. Nur 17% kämpfen mit Einkommensverlusten. Schlechter sieht die Bilanz bei Haushalten aus, in denen die Menschen selbstständig arbeiten oder die in den Branchen Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Unterhaltung und Erholung sowie Gewerbe, Handwerk und Bau angestellt beschäftigt sind. Sowohl unter den Selbstständigen als auch unter den Angestellten in den genannten Wirtschaftszweigen müssen jeweils 30% der Haushalte Einkommenseinbußen hinnehmen.

So (in)stabil entwickeln sich die deutschen Einkommen in der Krise
Nur eine Minderheit erwartet geringere Einnahmen

Nur 7% der Haushalte rechnen in den nächsten sechs Monaten mit weniger Einnahmen. Die Haushalte, in denen sich die Corona-Krise bereits durch weniger Einkommen bemerkbar gemacht hat, gehen allerdings nicht davon aus, dass ihr Einkommen im Verlauf des nächsten halben Jahres wieder das Vorkrisenniveau erreicht.

Relative Stabilität

„Nachdem die Corona-Pandemie ein halbes Jahr gewütet hat, beobachten wir, dass sich die finanzielle Lage der Haushalte nach dem ersten Schock im März 2020 weder weiter signifikant verschlechtert noch deutlich erholt hat“, fasst Andreas Hackethal, Leiter der Forschungsabteilung Household Finance bei SAFE, zusammen. „Gemessen an der Lebenswirklichkeit der Leute bestätigt sich daher, dass Deutschland bisher relativ gut durch die Krise gekommen ist.“ (mh)

Bild: © Andrey Popov – stock.adobe.com




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