Trotz dem Aus des Heizungsgesetzes hat die Verbreitung von Wärmepumpen bei angebotenen Wohnimmobilien einen neuen Höchststand erreicht. Im dritten Quartal 2026 waren etwa 12,2% der auf immowelt.de zum Kauf inserierten Wohnimmobilien mit einer Wärmepumpe ausgestattet.
Im Vorquartal hatte sich der Anteil von Objekten mit Wärmepumpe noch auf 11,7% aller Angebote in Deutschland belaufen. Im dritten Quartal 2023 waren es lediglich 4,6%. Dies geht auf einer aktuelle Analyse von immowelt hervor, in der die Heizungsarten bei den auf immowelt.de angebotenen Wohnimmobilien untersucht wurden. Wärmepumpen befinden sich somit weiter auf dem Vormarsch, obwohl die Bundesregierung mit ihrem Gebäudemodernisierungsgesetz im Juli die Pflicht von 65% erneuerbare Energien beim Heizungstausch gestrichen und die Wärmepumpen-Förderung gekürzt hat.
„Die Wärmepumpe gewinnt am deutschen Immobilienmarkt rasant an Bedeutung. Diese Entwicklung hat sich auch im letzten Quartal trotz der durch die Bundesregierung beschlossenen Wahlfreiheit beim Heizungstausch fortgesetzt“, erklärt Theo Mseka, Geschäftsführer von immowelt.
Gasheizungen rückläufig, aber weiter die häufigste Heizungsart
Gasheizungen machten im dritten Quartal 2026 mit 41,3% die häufigste Heizungsart bei den angebotenen Wohnimmobilien aus. Im dritten Quartal 2023 war ihr Anteil mit 49,1% noch deutlich höher. Dies bedeutet einen Rückgang um 7,8 Prozentpunkte. Der Verbreitung von Ölheizungen hat sich im selben Zeitraum von 21,2 auf 17,5% verringert.
Jedes sechste Haus mit Wärmepumpe
Besonders stark zeigt sich der Trend zur Wärmepumpe bei Einfamilienhäusern: Mittlerweile verfügt bereits jedes sechste der angebotenen Objekte über eine Wärmepumpe. Bei Einfamilienhäusern ist der Anteil entsprechender Angebote innerhalb von drei Jahren von 5,6 auf 16,2% angewachsen. Laut der Analyse von immowelt wird somit inzwischen rund jedes sechste inserierte Haus mit einer Wärmepumpe beheizt.
Nur noch ein Fünftel der angebotenen Objekte mit Ölheizung
Der Anteil der Ölheizungen bei Häusern hat sich derweil auf 20,1% reduziert. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2023 machten Ölheizungen noch 24,7% aus. Der Anteil an Ölheizungen liegt folglich nur noch knapp vor der Wärmepumpe: Der Abstand zwischen beiden Heizungsarten ist von rund 19 auf knapp 4 Prozentpunkte geschrumpft. Gasheizungen sind weiterhin mit Abstand am häufigsten verbreitet, allerdings hat uhr Anteil bei Einfamilienhäusern seit 2023 besonders stark abgenommen: von 47,6 auf 37,7%.
Nur wenig Veränderung bei Wohnungen
Bei Wohnungen hingegen zeigt sich kein so deutlicher Wandel. Der Wärmepumpen-Anteil liegt mit 2,8% nur geringfügig über dem Wert von 2023 (2,1%). Als mögliche Ursache nennen die Experten von immowelt die Wohnform. In Mehrfamilienhäusern muss meist die Eigentümergemeinschaft einem Heizungstausch zustimmen. Zudem fehlen oft Freiflächen. Nicht zuletzt hat in Städten, in denen Wohnungen den Immobilienmarkt dominieren, Fernwärme eine größere Relevanz. Gasheizungen führen die Rangliste der Heizarten bei Wohnungen weiterhin klar an: Rund jedes zweite angebotene Objekt (49,7%) wird mit Gas beheizt, im dritten Quartal 2023 waren es noch 52,8%. Ölheizungen spielen bei Wohnungen mit derzeit 11,1% eine deutlich geringere Rolle als bei Häusern.
Weitere Informationen zur Auswertung gibt es unter immowelt.de (tik)
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