Können Sie einen typischen Leistungsfall schildern?
Ein Sohn kam nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter zu mir. Die Familie stand unter Schock und musste gleichzeitig die Beerdigung organisieren. Dank der Sterbegeldversicherung war innerhalb weniger Tage die notwendige Liquidität vorhanden. Der Sohn sagte später: „Es war eine enorme Erleichterung, dass wir uns nicht auch noch um Geld sorgen mussten. So konnten wir uns ganz auf den Abschied konzentrieren“. Genau solche Situationen verdeutlichen, wie wertvoll Vorsorge ist – sie schafft Raum für Trauer und schützt Angehörige vor zusätzlicher Belastung. Diese Erfahrung zeigt auch, dass finanzielle Absicherung immer mit emotionaler Entlastung verbunden ist.
Welche Rolle spielen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Erbfolge?
Diese Dokumente sind zentrale Bausteine einer ganzheitlichen Notfallplanung. In unserer Beratung nutzen wir zusätzlich unser eigenes Customer-Experience-Management, kurz CXM, mit integriertem Erbquotensimulator. Damit können wir anschaulich darstellen, wie Vermögen im Todesfall verteilt würde – und zwar nicht nur aus finanzieller Sicht, sondern im Kontext aller relevanten Lebensbereiche. So wird sichtbar, welche Auswirkungen Entscheidungen auf die Familie haben können. Ein Beispiel: Eine Familie war überzeugt, dass die Erbfolge klar sei. Erst durch den Simulator wurde deutlich, dass die Kinder in einer bestimmten Konstellation stärker belastet würden als gedacht. Das schafft Transparenz und sensibilisiert für die Bedeutung klarer Regelungen. Auf diese Weise verbinden wir finanzielle Absicherung mit gesundheitlicher und rechtlicher Vorsorge zu einem umfassenden Präventionsansatz.
Wie können Makler sicherstellen, dass Kunden in emotional belastenden Situationen dennoch informierte Entscheidungen treffen?
Struktur und Transparenz sind entscheidend. Wir arbeiten mit Checklisten, klaren Dokumentationen und geben unseren Kunden Zeit. Eine Familie brauchte nach unserem Perspektivwechsel mehrere Wochen, um sich zu sortieren. Als sie zurückkam, waren die Entscheidungen klar und belastbar. Das zeigt: Prävention bedeutet auch, Raum für Reflexion zu geben. Wir verstehen uns hier als Begleiter, der Orientierung bietet, aber den Kunden die Freiheit lässt, in ihrem Tempo zu entscheiden.
Welche Prozesse oder Dokumentationsstandards sind dafür notwendig?
Wir dokumentieren die Ergebnisse unserer Szenarioarbeit lückenlos. Einheitliche Abläufe und digitale Tools sichern Nachvollziehbarkeit und schützen sowohl Kundeninteressen als auch die Haftung des Maklers. So entsteht eine Beratung, die nicht nur empathisch, sondern auch rechtlich und organisatorisch belastbar ist. Unser CXM unterstützt uns dabei, alle relevanten Lebensbereiche strukturiert abzubilden – von finanziellen Fragen über gesundheitliche Vorsorge bis hin zu familiären Konstellationen. Damit schaffen wir eine Beratungsqualität, die weit über klassische Finanzplanung hinausgeht.
Welche typischen Beratungsfehler führen im Bereich Sterbegeld/Tod zu Haftungsrisiken?
Das größte Risiko ist, das Thema gar nicht anzusprechen. Wer präventiv arbeitet und mit strukturierten Szenarien wie Probesterben, Probekoma oder Probeunfall arbeitet, vermeidet diese Lücke. Ebenso gefährlich ist unvollständige Dokumentation. Klare Prozesse und transparente Kommunikation sind die beste Absicherung. Fehler entstehen oft aus Unsicherheit – doch gerade hier zeigt sich, dass eine klare Struktur nicht nur den Kunden hilft, sondern auch den Makler schützt.
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