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Stimmung offener Immobilienfonds trübt sich deutlich ein
17. Juni 2020

Stimmung offener Immobilienfonds trübt sich deutlich ein

Offenen Immobilienfonds standen bei Anlegern in den vergangenen Jahren wieder hoch im Kurs. Und gerade angesichts der Corona-Krise dürfte Betongold weiter hoch im Kurs stehen. Die Stimmung unter den Anbietern hat sich aufgrund von Covid-19 dennoch deutlich eingetrübt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Ratingagentur Scope.


Offenen Immobilienfonds standen bei Anlegern in den vergangenen Jahren wieder hoch im Kurs. Und gerade angesichts der Corona-Krise dürfte Betongold weiter hoch im Kurs stehen. Die Stimmung unter den Anbietern hat sich aufgrund von Covid-19 dennoch deutlich eingetrübt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Ratingagentur Scope.


Stimmung offener Immobilienfonds trübt sich deutlich ein

Offene Immobilienfonds in Deutschland stellen derzeit zwar ihre Krisenresistenz unter Beweis. Dennoch wird auch Covid-19 nicht spurlos an ihnen vorbei ziehen. Welche Auswirkungen die Anbieter dieser Produkte erwarten, zeigt das aktuelle Stimmungsbild der Branche. Hierfür hat die Ratingagentur Scope insgesamt 24 Fondsanbieter zu ihren Einschätzungen und Erwartungen befragt. Zusammen verwalten die Befragten Assets under Management in Höhe von mehr als 500 Mrd. Euro. Die Befragungen fanden zum überwiegenden Teil im Zeitraum von Ende März bis Anfang Mai statt. Die Umfrageergebnisse reflektieren damit bereits die Eindrücke der Covid-19-Krise.

Jeder vierte Anbieter plant neue Produkte

Zwei Drittel der befragten Anbieter offener Immobilienfonds beurteilen ihre Lage in diesem Jahr als gut. Kein Anbieter schätzt die Lage hingegen als sehr gut ein. Das ist im Vergleich zur Vorjahres-Umfrage eine Eintrübung der Branchenstimmung: Vor einem Jahr beurteilten 40% die Lage als gut und sogar mehr als 40% als sehr gut. Einher gehen die gedämpften Erwartungen mit einer deutlichen Reduktion der erwarteten Netto-Mittelzuflüsse für die gesamte Branche: Während in der Vorjahresumfrage fast 60% der Befragten mit deutlichen Netto-Zuflüssen für 2019 rechneten, sind es in der aktuellen Umfrage nur noch 17%. Ein Anbieter rechnet branchenweit sogar mit Netto-Abflüssen. Trotz der Stimmungseintrübung plant ein Viertel der Anbieter in den kommenden drei Jahren aber offene Immobilien-Publikumsfonds aufzulegen.

Vermietungsquoten dürften sinken

Die langfristigen Auswirkungen der Covid-19 Krise auf die Immobilienmärkte lassen sich zwar noch nicht final bestimmen, auf die Erwartungen der Fondsanbieter in Bezug auf die Vermietungsquote sind die Einschätzungen aber deutlich. Rund die Hälfte der Befragten erwartet bis Jahresende eine sinkende Vermietungsquote. Ein weiteres Viertel geht von einer Stagnation aus. Zum Vergleich: In der Vorjahresumfrage erwartete noch jeder Zweite einen Anstieg der Vermietungsquote. Aktuell lieg die durchschnittliche Vermietungsquote der offenen Immobilien-Publikumsfonds allerdings auch auf einem Rekordniveau von mehr 96%. In den vergangenen acht Jahren ist sie zudem konstant angestiegen.

Gesunkene Renditeerwartungen

Die durchschnittliche Rendite der von Scope bewerteten offenen Immobilienpublikumsfonds betrug im vergangenen Jahr 3,1% p.a. Für 2020 erwarten zwei Drittel der Befragten Performance-Werte in einem Korridor von 2,0% bis 2,5%. Auch Analysten von Scope rechnen mit sinkenden Fondsrenditen. Im Schnitt erwartet sie Werte zwischen 1,5% und 2,0%. Hintergrund ist, dass zahlreiche Mieter Nachverhandlungen im Zuge der Covid-19-Krise anstreben und Mietpreissenkungen durchsetzen, insbesondere im Einzelhandel. (mh)

Bild: © oatawa – stock.adobe.com




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