Das Top-Finanzziel deutscher Arbeitnehmer ist dem aktuellen Fidelity Global Sentiment Survey zufolge das Halten des Lebensstandards – das sehen 95% so. Die Vorsorge für finanzielle Notfälle und einen komfortablen Ruhestand nennen je 94% als ihr Top-Finanzziel. Für eine spätere Situation im Leben vorbereitet sein (z. B. Ruhestand, Pflege) wollen 90%. Eine bessere Work-Life-Balance möchten 82% erreichen.
Ein Viertel sorgt sich um Lebensstandard in der Rente
Wie groß die Zuversicht ist, diese Ziele zu erreichen, variiert allerdings deutlich. Mehr als die Hälfte der Befragten ist guter Dinge, den aktuellen Lebensstandard halten zu können. 52% zeigen sich optimistisch, für finanzielle Notfälle vorsorgen zu können. Doch rund ein Viertel (24%) ist auch skeptisch, einen finanziell auskömmlichen Ruhestand zu erreichen.
Das sind die größten Stressfaktoren für Arbeitnehmer
Als größten Stressfaktor für die befragten Arbeitnehmer stellen sich globale politische Ereignisse heraus: 67% sagen, dass diese sie belasten würden. Auch Sorgen um die steigenden Lebenshaltungskosten spielen für 67% eine Rolle. Mit 63% folgt die allgemeine wirtschaftliche Lage. Zudem belastet genau die Hälfte der Befragten, genug für den Ruhestand zu sparen. Die eigene Gesundheit bzw. die Gesundheit der Familie wird ebenfalls von 50% genannt.
Nach Rentenbeginn weiterarbeiten?
Jeder vierte Deutsche (24%) plant außerdem, auch nach Rentenbeginn weiterzuarbeiten, weitere 40% würden es laut Fidelity zumindest erwägen. Doch dafür gibt es jedoch auch andere Gründe als reine Finanzsorgen: 53% geben den Wunsch nach Sinn und Zweck an. Knapp die Hälfte (48%) will darüber hinaus ihre mentale Gesundheit stärken. 38% möchten soziale Kontakte über den Job pflegen.
Wichtig: Transparenz, Planbarkeit und Stressfreiheit
„Die Ergebnisse zeigen, dass finanzielle Sicherheit für die Deutschen weit mehr bedeutet als nur Geld auf dem Konto. Es geht um Transparenz, Planbarkeit und Stressfreiheit – und darum, im Ruhestand aktiv und sinnstiftend zu bleiben. Arbeitgeber können hier entscheidend unterstützen, etwa mit klaren Informationen, digitalen Planungstools und Bildungsangeboten rund um die Altersvorsorge“, so Christof Quiring, Leiter betriebliche Vorsorgelösungen bei Fidelity International.
Über die Fidelity-Umfrage
Die Umfrage „Fidelity Global Sentiment Survey“ wurde von Fidelity International in Auftrag gegeben und vom Marktforschungsinstitut Opinium durchgeführt. 1.000 Deutsche wurden in einer repräsentativen Zufallsstichprobe der erwerbstätigen Privathaushalte in Deutschland befragt. Die Stichprobe bestand aus Befragten mit den folgenden qualifizierenden Bedingungen: Sie waren zwischen 20 und 75 Jahren alt, sie waren in Vollzeit oder Teilzeit beschäftigt, und ihr Haushalt wies ein Mindesthaushaltseinkommen von 20.000 Euro auf. Die Erhebung fand zwischen dem 16.09. und dem 20.10.2025 statt. (lg)
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Tabellen: © Fidelity
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