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19. Oktober 2020
Trotz Krise: Geldvermögen der Deutschen steigt wieder
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Trotz Krise: Geldvermögen der Deutschen steigt wieder

Im ersten Quartal 2020 war das Geldvermögen der Deutschen leicht gesunken. Im zweiten Quartal hat es hingegen wieder deutlich zugelegt. Allerdings ist auch die Verschuldungsquote von Anfang April bis Ende Juni gestiegen.

Im zweiten Quartal 2020 ist das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland um 253 Mrd. Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von 4,0%. Insgesamt lag es Ende Juni bei 6,6 Bio. Euro. Damit ist es nach einem Rückgang im ersten Quartal zur Jahresmitte wieder über das Niveau von Ende 2019 geklettert. Das geht aus aktuellen Zahlen der Deutschen Bundesbank hervor.

Aktienerholung treibt Geldvermögen in die Höhe

Die privaten Haushalte bauten Forderungen im Wert von 109 Mrd. Euro auf und profitierten gleichzeitig von Bewertungsgewinnen im Umfang von 144 Mrd. Euro. Die pandemiebedingten Bewertungsverluste im Vorquartals wurden damit bereits weitestgehend ausgeglichen. Treibende Kraft waren dabei insbesondere Bewertungsgewinne bei Aktien aufgrund der sich erholenden Börsen.

Verbindlichkeiten legen nur leicht zu

Die Verbindlichkeiten der Deutschen lagen bei 1,9 Bio. Euro und haben lediglich um 16 Mrd. Euro zugenommen. Unter dem Strich ist damit das Nettogeldvermögen um 236 Mrd. Euro auf nunmehr 4,7 Bio. Euro gestiegen. Ihre Verschuldungsquote, definiert als Summe der Verbindlichkeiten in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt legte im Vergleich zum Vorquartal um 1,7 Prozentpunkte auf 56,5% zu. Der Anstieg ist aber nur zu einem kleinen Teil auf die weiter gestiegene Verschuldung zurückzuführen, sondern insbesondere auf den deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts. (mh)

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