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Vermittlerzahl schrumpft weiter
06. April 2020

Vermittlerzahl schrumpft weiter

Der Schwund der Versicherungsvermittler setzt sich auch im 1. Quartal 2020 fort, wie aktuelle Zahlen des DIHK belegen. So waren zum Stichtag 01.04. fast 1.000 Vermittler mit Erlaubnis nach § 34d GewO weniger registriert als zu Jahresbeginn. Auch bei den Finanzanlagenvermittlern zeigt sich erneut ein Rückgang.


Der Schwund der Versicherungsvermittler setzt sich auch im 1. Quartal 2020 fort, wie aktuelle Zahlen des DIHK belegen. So waren zum Stichtag 01.04. fast 1.000 Vermittler mit Erlaubnis nach § 34d GewO weniger registriert als zu Jahresbeginn. Auch bei den Finanzanlagenvermittlern zeigt sich erneut ein Rückgang.


Vermittlerzahl schrumpft weiter

Die neuen Vermittlerzahlen des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) liegen vor. Und sie belegen, dass der Vermittlerschwund in Deutschland voranschreitet. Zum Stichtag 01.04.2020 waren insgesamt 197.455 Versicherungsvermittler mit Erlaubnis nach § 34d GewO im Online-Register eingetragen. Das sind fast 997 weniger als noch zu Beginn des Jahres.

Im Einzelnen verzeichneten die gebundenen Versicherungsvertreter einen Rückgang um 713 auf nun 117.974 Eintragungen. Bei den Versicherungsvertretern mit Erlaubnis sank die Zahl um 209 auf 28.170. Versicherungsmakler sind nun 46.199 im Online-Register verzeichnet und damit 87 weniger als zu Jahresbeginn. Die Gruppe der produktakzessorischen Vertreter bleibt im Aufwärtstrend: Ihre Zahl stieg um 19 auf 4.632. Bei den Eintragungen der produktakzessorischen Makler hat sich dagegen kaum etwas verändert (−1). Ein leichter Schwund zeigt sich auch bei den Versicherungsberatern. Diese Gruppe verkleinerte sich auf 328, was einem Minus von sechs Eintragungen entspricht.

Zahl der Finanzanlagenvermittler sinkt erneut

Auch bei den Finanzanlagevermittlern setzt sich der Abwärtstrend fort, wenn auch deutlich langsamer als im 4. Quartal 2019. Insgesamt 37.950 Eintragungen nach § 34f GewO und damit 34 weniger als zu Jahresbeginn wies das Online-Register Anfang April auf.

Immobiliardarlehensvermittler im Aufwärtstrend

Weiterhin im Aufwärtstrend bleiben dagegen die klassischen Immobiliardarlehensvermittler. Die Zahl der Vermittler mit einer Erlaubnis nach § 34i Abs. 1 S. 1 GewO lag Anfang 2020 bei 53.112, zum 01.04.2020 betrug sie nun 53.475. Dies entspricht einem Plus von 363. Insgesamt 671 von ihnen traten als Honorar-Immobiliardarlehensberater nach § 34i Abs. 5 GewO) auf.

Auch die Nische der Honorar-Finanzanlagenberater gemäß § 34h GewO bleibt vom Schwund verschont. Die Gruppe verzeichnete einen Anstieg von 197 auf 211 eingetragene Honorar-Finanzanlagenberater.

Die Vermittler im Würgegriff von Corona

Wie stark sich der Abwärtstrend fortsetzen wird in einer Zeit, in der auch Vermittler von der Corona-Krise hart getroffen werden, bleibt abzuwarten. Erst im Laufe des Jahres wird man sehen, wie sich die Krise auf die Existenzen der Vermittlerunternehmen auswirkt.

Lässt der 34f-Aufsichtswechsel die Vermittlerzahl zusätzlich schrumpfen?

Zudem stellt sich auch die Frage, welche Folgen der angekündigte Aufsichtswechsel bei 34f-Vermittlern haben wird. Branchenexperten gehen davon aus, dass eine Vielzahl an Vermittlerunternehmen verschwinden werden.

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Bild: © Mediaparts – stock.adobe.com




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