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Versicherer müssen emotionalen Nerv von Bewerbern treffen
02. Dezember 2019

Versicherer müssen emotionalen Nerv von Bewerbern treffen

Für etwa ein Drittel der Nachwuchstalente und ausgebildeten Fachkräfte kommt einer Studie zufolge ein Job in der Assekuranz durchaus in Frage. Um Kandidaten zu überzeugen, müssen Versicherer die Bewerber aber über die richtigen Kanäle erreichen und vor allem emotionaler ansprechen.

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Für etwa ein Drittel der Nachwuchstalente und ausgebildeten Fachkräfte kommt einer Studie zufolge ein Job in der Assekuranz durchaus in Frage. Um Kandidaten zu überzeugen, müssen Versicherer die Bewerber aber über die richtigen Kanäle erreichen und vor allem emotionaler ansprechen.


Versicherer müssen emotionalen Nerv von Bewerbern treffen
„Soft Factors“: Versicherer haben Luft nach oben

Vor allem bei solchen „Soft Factors“ hat die Assekuranz noch Nachholbedarf. In der Wahrnehmung der Kandidaten strahlt die Assekuranz als Arbeitgeber bisher insbesondere „Erfolg“, „Fachkunde“ und „Krisenfestigkeit“ aus; „Ehrlichkeit“, „Wertschätzung“ oder „soziale Orientierung“ hingegen eher weniger. „Für die Versicherer ist es höchst relevant, sich mit solchen Qualitäten positiv in Szene zu setzen, die den Talenten besonders wichtig sind – die den Versicherungsunternehmen bisher aber oft noch nicht zugeschrieben werden“, erklärt Dr. Thomas Bittner, Geschäftsführer der Organomics GmbH. Nahbarkeit, Zugänglichkeit und Werteorientierung sind hier wichtige Kriterien.

Die passenden Kommunikationskanäle wählen

Bei der Kommunikation als Arbeitgeber sollten die Versicherer sowohl digitale als auch klassische Kanäle nutzen. Die versicherungsaffinen Bewerbergruppen verwenden aktuell vor allem Jobbörsen (53%), XING (35%) und die Google-Suche (33%). Der Nutzeranteil von Tageszeitungen und anderen Printmedien beträgt 26%. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Bedeutung von Mitarbeiter-Weiterempfehlungsmarketing: So berücksichtigen 30% der Kandidaten persönliche Empfehlungen bei der Jobsuche.

Auch hier gilt es, die Vorlieben der verschiedenen Zielgruppen im Blick zu haben. So bevorzugen junge Zielgruppen Formate wie YouTube oder Instagram als Informationsquelle über mögliche Arbeitgeber, während berufstätige Akademiker auf Portale wie XING oder LinkedIn setzen. Insgesamt ist in der Kommunikation mit Kandidaten Schnelligkeit gefragt.

„Einblick“ ins Unternehmen

Stößt ein Versicherer bei möglichen Bewerbern erst einmal auf Interesse, so geht es anschließend um „Look-and-Feel“. Der Studie zufolge legen Kandidaten Wert auf einen anschauliche „Einblick“ ins Unternehmen, die Positionen und Menschen mittels einer speziellen Karriere-Website. Mit einem „Tag der offenen Tür“ punktet man insbesondere bei Schülern und Studenten. Für viele Bewerber ist außerdem ein kompetenter Ansprechpartner, anden man sich bei Bedarf vorab zu beruflichen Fragestellungen via Telefon, E-Mail wenden kann. (tk)

Quereinsteiger ansprechen

Schließlich geben die Studienautoren den Versicherern noch als weiteren Tipp mit auf den Weg: „Zeigen Sie daher, dass auch Branchenneulinge und Quereinsteiger willkommen sind“. Denn die wahrgenommene hohe Fachlichkeit in der Assekuranz kann Bewerber anfangs eher abschrecken. Doch insbesondere auch Jobwechsler sind laut Untersuchung offen für einen Job in der Versicherungsbranche. (tk)

Bild: © shchus – stock.adobe.com

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