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7. Dezember 2021
Vertriebschancen: Beteiligungen in Immobilienentwicklungen

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Vertriebschancen: Beteiligungen in Immobilienentwicklungen

Der Immobilienmarkt steht mehr denn je im Wandel. Für Asset-Management und Vertrieb bedeutet dies Herausforderung und Chance zugleich. Inflation, Wohnungsmangel und Nachhaltigkeit prägen die Situation .

Ein Beitrag von Christian Grall, Geschäftsführer der PROJECT Vermittlungs GmbH

Was noch vor wenigen Monaten als Gespenst galt, nimmt nun konkrete Gestalt an – die Inflation ist zurück. Nicht nur Verbraucher, sondern auch Sparer beobachten die Situation mit Sorge, denn noch ist nicht absehbar, in welche Höhe die Geldentwertung steigt und wie lange sie andauern wird. Auf dem Markt für Wohnimmobilien sind die Preise vor allem in vielen Innenstadtlagen bereits heiß gelaufen. Die Nachfrage nach Neubauwohnungen in Deutschlands Metropolregionen bleibt hoch und trifft inzwischen auf ein knapper werdendes Angebot.

Doch schon die GroKo wollte in der nun abgelaufenen Legislatur­periode 1,5 Millionen Wohnungen bauen. Was bislang nicht realisiert werden konnte, will die Ampekoalition nun angehen und jährlich 400.000 Wohnungen bauen. Das tut not, denn die Zahl der Baugenehmigungen – wichtiger Indi­kator im Kampf gegen den Wohnungsmangel – sank aufs Jahr gesehen laut Statistischem Bundesamt bei Mehrfamilienhäusern um 4,4%. Experten wie beispiels­weise das Beratungsunternehmen PwC Deutschland fordern deshalb die Vereinfachung der Genehmigungsverfahren. Vorerst jedoch bleibt Wohneigentum, insbesondere nachhaltiger und bezahlbarer Wohnraum zur Eigennutzung oder Vermietung, in Deutschland noch auf Jahre hinaus ein knappes Gut. 

Knapperes Angebot

Auch während der Corona-Krise sind die Nachfrage nach modernen, geräumigeren Wohnungen und demzufolge auch die Preise in allen großen Metropolregionen stark gestiegen. Inzwischen sind die Top-Lagen nicht nur heiß gelaufen, es ist auch ein deutlicher Rückgang verfügbarer Objekte zu verzeichnen. Allein in Berlin hat sich das Angebot an Neubauwohnungen während des vergangenen Jahres um 40% reduziert. Zudem weist Deutschland eine im internationalen Vergleich geringe Wohneigentumsquote auf. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien dürfte demzufolge nicht nur vonseiten der Eigennutzer, sondern auch bei Kapitalanlegern langfristig intakt bleiben, denn zur Vermögensbildung und privaten Altersvorsorge ist eine eigene Wohnimmobilie unabdingbar.

ESG-Kriterien bewirken Wandel im Asset-Management

Vor dem Hintergrund eines angespannten Wohnungsmarktes wandeln sich gleichzeitig die Anforderungen an Immobilienentwicklungen erheblich. Auf der Ebene der Investmentkonzeption und des Asset-Managements 2021 ist die EU-Taxonomie im März dieses Jahres in Kraft getreten. Kostenaspekte sowie Effizienz und Ressourcenschonung beim Bauen werden wichtiger, um auch im angebrochenen ESG-Zeitalter attraktive Renditeperspektiven zu bieten. Im Asset-Management kommen neue Ansätze zum Tragen, die preiswertes und zugleich umweltgerech­teres Bauen ermöglichen.

Während KfW-55-Immobilien seit Jahren bereits gängiger Standard sind, wird nun schon in einer sehr frühen Projektphase geprüft, ob mit KfW 40 Plus oder KfW 40 EE eine noch höhere Energieeffizienz möglich ist. Für jedes einzelne Bauvorhaben werden passende Wärmedämmmaßnahmen, Fenstersysteme, und möglichst auf erneuerbaren Energien basierende Heizungsanlagen kombiniert. Letztlich kommt es darauf an, künftige Anforderungen in die Planung mit einzubeziehen, um den Wohnraum über lange Zeiträume nachhaltig bewirtschaften zu können. Daneben werden auch gesellschaftliche Komponenten bei Wohnraumentwicklungen immer wichtiger. Asset-Manager realisieren diese in enger Kooperation mit den kommunalen Baubehörden und je nach Projekt auch mithilfe öffentlicher Fördermittel.

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Ein Artikel von
Christian Grall